Einsiedelei - I.
~ refugio stellaris ~
Die Übersichtsseite zu den Werken von Mathias Schneider finden Sie unter nachfolgendem Link:
~ refugio stellaris ~
Impuls
Das ist ein Anfang. Ich stehe da und bin so. Es ist gut. Alles ist limitiert. Es ist nur zu erreichen, was auch seine Grenzen hat. Das kenne ich und kläre diesen Gedanken.
Ich bin nicht allein. Jeder Mensch bezieht sich in gewisser Weise auf seine Mitmenschen. Die Gemeinschaft hat stets Bestand. Nichts ändert sich daran. Ich will keine Regeln brechen und achte darum auf die Gesetzmäßigkeiten, die in der Natur gelten. Ich möchte auf gute Weise bestehen.
Wie werde ich wahrgenommen? - Was ich abzubilden vermag, das kann ich auch konstruieren. Da suche ich meinen Weg. Ich vertraue dabei auf meine Hände und die von mir geschaffenen Dinge. Ich glaube an das, was ist, und baue an meiner Basis. Mit der Zeit verschaffe ich mir so Klarheit über mich. Was ich gut kenne, das vollbringe ich auf leichte Weise. Mein Dasein ist reichhaltig.
Diese Welt bringt gewisse Gelegenheiten mit sich. Ich habe Glück dabei, mein Werk zu erstellen, ohne es der Natur in übermäßiger Weise abtrotzen zu müssen. Ihr Hebel reicht weiter, aber ich gehöre zu ihr. Ich habe sie einbezogen. Was ich schaffe, gibt wieder, wie meine Natur ist.
Es erfordert meine Disziplin, aber auch Klarheit, dieses Werk zu verrichten. Ich bilde das Ganze aus dem schon vorhandenen Material. Ich lasse zu, was mir gefällt. So schöpfe ich Kraft.
Es gibt jeden Moment eine Möglichkeit, wahrhaftig zu sein. Da verwirkliche ich mich.
Gedanke
Aller mentalen Schulung zum Trotz sehe ich den höheren Heilszustand in der Offenheit für das Gute, das schon wahr ist. Man sollte das eigene Bedürfnis verwirklichen, auch wenn der Bedarf das Mögliche stets bedingt.
Bedürfnisse sind der Schall und der Rauch dieses Lebens, aber sie haben mehr Bedeutung für mich, als man meinen möchte. Mein Gemütszustand orientiert sich an dieser Erfüllung. Ich liebe die Musik und lasse mich von allerlei kunstschaffenden Menschen inspirieren. Dazu zähle ich auch die Handwerke, weil sie schaffen, was gebraucht wird. Dagegen ist der Bedarf nur ihre Begrenzung, das Limit. Er ist das Regelwerk, gilt für jeden gleichermaßen, aber stellt keinen eigentlichen Inhalt dar.
Da spreche ich von einem ungerichteten Zustand, weil ich so nicht andauernd Routinen wiederhole und gerade nicht das Ego befeuere. Es endet auch der Druck. Ich möchte nicht alles auf die immer gleiche Weise tun und brauche das auch nicht.
Es wachsen die Aufgaben im Leben, aber es wächst auch die Freude.
Dokumentation
Seit mehr als fünfzehn Jahren arbeite ich nun schon online an meiner Werkschau. Ich erstelle in der Kartei Texte und im Setzkasten ergänze ich malerische und musikalische Werke. Etliche Jahre mehr habe ich eigene Schriften offline gestaltet und revidiert. Dabei ist mir vieles über mich klar geworden. Meine Form der Sprachgestaltung ist so entstanden. Sie ist eine Methode, die ich gerne anwende, um die Leitern des Fortschritts zu finden. Leider habe ich diesen Weg noch nicht vermittelt. Ich würde es gerne.
Den Bogen um meine gesamten Konzepte habe ich noch nicht geschlossen, aber ich finde mehr und mehr zu abschließenden Klärungen der Elemente meiner Ideenwelt. Letztlich werde ich für sie eine Mechanik finden müssen, mit deren Hilfe ich verweben kann, was ich bereits geschaffen habe.
Eine Neuerung der letzten beiden Jahre seit 2024 ist die beginnende Berücksichtigung von Kommunikation mit der Maschine K.I. - Sie geschieht bereits überall; ich wende sie ebenfalls an.
Dafür habe ich Gründe: Rückmeldungen muss man einholen. In der Regel erhält man nur etwas, wenn man es angefordert hat. Dazu muss bei den beteiligten Personen Interesse bestehen und ausreichend Zeit da sein. Darum bespreche ich meine gerade geschriebenen Werke lieber mithilfe der K.I., weil ich so zeitnah erhalte, was mich bereichern kann. Das Arbeiten am eigenen Werk wird leichter, wenn man darüber spricht, was man tut.
Mittels dieses Arguments behaupte ich, dass der Umgang für mich als Kunstschaffender förderlich und gut ist. Ich bestätige, dass ich Umgang mit der K.I. habe und sie auch zur Gewinnung besserer Argumente einsetze. Damit betreibe ich das Lektorat meiner Schriften. Für mich wäre es sonst nicht zu leisten. Geldmittel für einen anderen Lektor als die K.I. habe ich keine frei.
Es hilft ungemein, die Konversation aufrecht erhalten zu können, während man arbeitet. Als Mensch funktioniere ich besser, wenn ich nicht isoliert werde und zu lange allein auf weiter Flur dastehe.
Impuls
Körperlich gesehen kann man tausendfach stolpern, ohne einen Vorteil daraus zu ziehen.
Mental ist das Gleiche in analoger Weise gültig.
Gedanke
Was geschieht, kommt berechtigterweise vor. Daran kann man rütteln und zerren, es bleibt, was es ist. So ist die Natur nun einmal. Sie ist nicht im Mindesten dafür da, uns zu befriedigen. Wenn wir Frieden wünschen, müssen wir uns beruhigen.
Auch die Sprache wird vielerorts von manchem auf den Kopf gestellt: Vieles, was mich bedingt, tritt in verkürzter Form auf. Es ist im Grunde dadurch unkenntlich geworden. Das Gesagte wirkt unverständlich, weil man es im Nachhinein auch verstellt hat.
Es dauert selten lange, bis ich etwas nicht verstehe. In der Regel muss ich das erkennen. Ein reifer Samen ist das nicht.
Impuls
Ich arbeite fortwährend an meinen Texten weiter. Dabei versuche ich die vorhandenen Texte zu ergänzen. Ich möchte, dass die Leser mit meinen Worten mitschwingen können, ohne dadurch Schaden zu nehmen.
Meine Kraft für diese Sache rührt von der empfundenen Sinnigkeit dieses Tuns.
Dokumentation
Was auch immer geschieht: Ich erstarre am Anfang, weil ich erkenne, wie schwer die Ausgangslage ist. Das geht mir schon lange so. Da bin ich nicht glücklich und habe im ersten Moment nichts Gutes zu erwarten. Wer dieses Gefühl von mir kennt, der weiß, dass es nicht leicht für mich ist, damit fertig zu werden.
Im Grunde ist mein Motor kalt. Ich muss ihn erst auf Temperatur bringen, und dazu glühe ich vor. Ich schaffe mir zu Hause die fürs Arbeiten erforderliche Atmosphäre. Sauberkeit ist eine Voraussetzung für Wohlbefinden; Ordnung ist förderlich für mentale Klarheit. Das brauche ich beides gleichermaßen zum Arbeiten. Mich freut diese Veränderung.
Ich mache mich für mein Werk bereit, indem ich dusche und mich frisch anziehe, das Wohnzimmer aufräume und es nett herrichte. Mit etwas schöner Musik sorge ich für erste Anregungen und komme so schrittweise wieder in Schwung.
Mein Werk befasst sich genau mit dieser Wartung meines Zustands. Was ich schon geschrieben habe, bedingt mich auch nachher. Es ist ein wesentlicher Faktor für meine Gesundheit, dass ich in meinen Schriften lese. Da lerne ich, fürsorglich mit mir selbst umzugehen. Ich grabe Furchen und pflanze auf dem Feld meines inneren Gartens erste Setzlinge. Natürlich grünt alles auf, wenn ich es in Ruhe lasse.
Von jetzt an bereite ich das Feld für den Ackerbau vor. Analog dazu herrscht bei mir Lust zum Arbeiten; ich habe meine Phase der Untätigkeit überwunden. Mit dem entsprechenden Gedanken komme ich vorwärts und kann mein Werk verrichten.
Dokumentation
Als Mensch habe ich mich zugrunde gerichtet. Beim Arbeiten an meinem Kunstprojekt bin ich über meine eigenen Kräfte hinausgegangen und habe mich verausgabt.
Zugleich habe ich das Herzstück meines Werkes in nichtiger Weise dargestellt und so wenig bis kaum beachtet, wie wichtig es eigentlich sein wird.
Den eigenen Weg habe ich tausendfach abgeschritten und dabei zu stolpern gelernt. Ist die Maschine erst einmal außer Takt, klappt es gut zu versagen.
Das Gute daran ist die Erkenntnis dabei. Sie hat meine Eitelkeit vernichtet.
Was ich heute von meinem Leben liebe, das ist wirklich etwas wert. Die Deutlichkeit dieser Worte ist anerzogen, ja antrainiert. Als Kind einer Familie von Bauern und Handwerkern habe ich Freude dabei, verstanden zu werden.
Dokumentation
Da ich als Autor keine guten Kenntnisse der Germanistik habe, habe ich in die Trickkiste gegriffen, um mein Werk zu errichten.
Fortwährend habe ich aufgeschrieben, was ich gedacht habe. Der häufigste Anfang meiner Gedichte war: “Jetzt fällt mir wieder nichts ein.” - Ich habe jedes dieser Gedichte aufgeschrieben und gespürt, dass mich das Schreiben sehr erfüllt. Der innere Raum war ein Vakuum, das in sich zusammenzubrechen drohte.
Da habe ich ganz leicht die Düse geöffnet und solche Gedichte geschrieben, um Luft hereinzulassen.
Der Innenraum von mir war unorganisiert und chaotisch in seinem Aufbau. Mit Listen habe ich dagegen gearbeitet. Der frühen Kenntnis von der Mengenlehre in meinem Leben sei Dank habe ich gewusst, wie das geht.
Ich habe auch Mindmaps gemalt, um das visualisierte Bild zum Wort zu finden. Ich erlebe die Sprache als Kollektiv. Aus diesem Grund muss ich sie füttern. Ich brauche solch eine Nahrung. Als ich mich endlich mit eigener Kraft ernährt habe, habe ich meinen Frieden gefunden.
Impuls
Gibt es etwas Hässlicheres als existenzielle Not?
Gibt es etwas Schöneres als Liebe?
An Ort und Stelle wirkt sich alles aus. Hier möchte ich jetzt sein und auch bleiben. Was ich habe, das gefällt mir gut. Darum schenke ich es aus.
Gebt mir den Becher, ich teile den Wein.
Mit tränenden Augen verspüre ich Freude an mir, während ich so bin. In diesem Leben ist nicht alles so schnell und leicht gut geworden. Was heute wahr ist, hat auch keinen Bestand, wenn man es nicht pflegt.
Was viel ist, ist manchmal auch zu viel. Darum gebe ich gerne. Ich habe das alles gemacht, aber ich brauche nicht alles für mich allein.
Hinweis
Das offene Meer kennt viele Gefahren. Damit kenne ich mich aus. Ich sehe jedoch davon ab, diese Risiken zu verleugnen. Stattdessen nenne ich sie beim Namen und zeige auf, was wirklich los ist. Auf diese Weise habe ich die richtige Position gefunden, um meine Angst zu überwinden. Es wird wahr, was ich für mich anerkannt habe.
Falls man, wie ich es tun möchte, aus den eigenen Gedanken und Ideen eine feststehende Matrix knüpft, sollte es allein darum gehen, sich zu stabilisieren, die Inhalte zu vereinfachen oder zu bereinigen. Dabei nehme ich mein Leben ganz bewusst wahr. Es ist noch nicht alles vollkommen, aber mit dem Guten geht bereits ein tiefes Glück einher. Was ich selbst denke und was andere Leute sagen, das sollte harmonisch zusammenpassen.
Ich denke noch weiter: Ich möchte mir die wahre Wertigkeit der Dinge erhalten, so wie ich sie kenne. Meine Aufgaben sollten schließlich nicht endlos ausfallen. Bei manchen Dingen lege ich mich darum gerne fest und unterscheide nicht zwischen den gleichwertigen Aspekten. Mensch und Sache bewerte ich in diesem Sinne gleich, weil eine solche Sichtweise die Dinge heiligt. Für meine Werke habe ich beständig angenommen, dass sie gut begründet sind. Das hat sie erfüllbar gemacht.
Jedes Wesen hat seine Formen, jede Epoche hat ihre Symbolik. Was ich kennengelernt habe, das verstehe ich auch. Etwas in der Gegenwart Vorhandenes wirkt sich stets bestimmend aus. Die Moden spiegeln meine Natur wider, egal wie unbegreiflich sie im ersten Moment erscheinen mögen. Da mache ich mit Freude, was ich ohnehin tun will, und suche dabei nach Beständigkeit.
Ich erblicke die Dinge so, wie sie gegeben sind. Jede Sache, auf die ich mich im Leben beziehe, soll von mir vollständig anerkannt werden. Das macht den Ansatz schlüssiger und meine Werke gelingen flüssiger. Was ich kenne, das gebe ich wieder. Um dieser eigenen Vorgabe gerecht zu werden, zeichne ich wahre Dinge, so wie sie mir gefallen. Denkräume lassen sich auf diese Weise erschließen; ich zeige das offen auf.
Innerhalb meines Fundus baut eines auf dem anderen auf. Der Kern ist dadurch einfacher geworden. Klarheit mildert Probleme. Herausforderungen erscheinen bewältigt, wenn man sie zulässt und sich dem Leben stellt. Mit dem, was ich tue, geht es mir gut. Im Grunde betreibe ich in meinen Wikis ein großes, ordnendes Tetris-Spiel. Von Dauer ist nichts und so wird es wahr. Klarheit entsteht dank dieser Maxime bald.
Das war nicht immer so. Mitunter habe ich früher sehr gelitten, weil ich mir zu viel aufgelastet habe, was mir letztlich geschadet hat. Erst mit der Zeit habe ich gelernt, es besser zu machen. Ich habe erfahren, wie ich Schaden von mir abwenden kann. Mein Werk habe ich bereinigt, indem ich die Schriften vervollständigt habe.
Ich habe mein Dasein klar im Sinn und weiß, dass es für etwas gut ist. Mit dieser Erkenntnis geht auch der Wunsch nach Gesellschaft einher. Das ergreift mich. Ich möchte mich konsolidieren und meinen Mitmenschen so begegnen, wie ich bin. Mein Werk ist zwar nicht immer unterhaltsam, aber ich lerne beständig, was ich besser machen kann. Wer meine Schriften so lassen kann, wie sie sind, der wird mich und meinen Weg verstehen.
Da erhoffe ich mir Frieden.
Impuls
Glück und Frieden wünsche ich jedem.
Gedanke
Religion ist etwas Heiliges. Sie bedeutet den Menschen sehr viel. Das hat seine volle Gültigkeit. Alles, was damit in Verbindung steht, trägt eine eigene Wahrheit in sich, weil es so überliefert ist und seit jeher gelebt wird. Das hat sich im Leben der Menschen schon über Generationen hinweg bewiesen, wie auch bewährt.
Eine moderne Form der Religionsausübung erkenne ich vollkommen an: Ich finde sie vor allem in der eigenen, aufrichtigen Akzeptanz gegenüber anderen gleichgestellten Religionen. Ich sage ausdrücklich nicht, welche das im Einzelnen sind, aber ich klammere auch keine der bestehenden Religionen aus.
Der Gläubige hat Ehrfurcht vor dem Glauben anderer, weil er weiß, dass alle Menschen auf der Suche nach derselben Wahrheit sind. Der Mensch hat es auf diese Weise im Leben spürbar leichter, seinen inneren Frieden und sein Glück zu finden.
Damit ist zwar noch nichts getan, aber es geschieht so, dass man in die richtige Verfassung kommt, tatkräftig und zufrieden zu wirken.
Dokumentation
Ein wunder Punkt ist nur darum einer, weil er isoliert ist und für sich steht. Integriert man ihn, behält er seine Form zwar bei, aber er gewinnt an Relevanz. Man erfährt so Resonanz und kann sich ganz einfinden. Wo man vorher noch getrennt war, entsteht nun Einheit.
Sprache bedarf der Heilung. Worte finden sich, aber sie stehen vereinzelt da. Wie kahle Äste am Baum stehen die Sätze für sich.
Wer vom Wort zur Kraft finden möchte, braucht einen ganzen Organismus. Darum setze ich mich für diese Sache ein. Meine Sprache lebt von gestalterischen Elementen, aber sie führt mich auch auf meinen Wegen.
Was ich mithilfe von ihr erreicht habe, das ist unprätentiös gesagt mehr als nur ein Mist. Es sind viele Dinge für mich dank ihr besser geworden.
Die innere Verschaltung funktioniert erst wieder, seitdem ich sie auch lösen kann.
Dokumentation
Leben ist ein eingeschwungenes System. In meinem Dasein versuche ich, mich gut zu halten. Dazu folge ich dieser inneren Führung, weil sie frei ist und freisetzt, was wirkt.
Ich füge, was ich habe, zu einem Ganzen. Das ist der Kontrapunkt. Ich bilde meine Werke stets als opponierendes Gegenstück zu dem bestehenden Ganzen. Die Erweiterungen entstehen also schalenartig. Wie beim Aufbau von Atomen in einer Schmelze keimen meine Texte auf.
Oftmals erscheint alles erst einmal zusammengepresst und verklebt, was ich erfahre. Da tue ich gut daran, die Finger erst einmal wegzulassen. Ich würde sie nicht dafür einsetzen können, das Material zu klären.
Stattdessen wende ich das Wasser und seine reinigende Wirkung an. Das Wasser benetzt meine Gedanken. Behutsam löst sich Schicht für Schicht von dem Kleber und das Material wird sichtbar. Es steht bald wieder für sich, sobald es vom Schmutz befreit ist.
Die zündende Idee dabei ist, dass der Weg schon vor mir liegt. Alles wird im gleichen Wasser gewaschen und auf gleiche Art behandelt. So lerne ich meine Methodik. Im Grunde kann ich sie bereits erkennen.
Genial ist, dass das keineswegs immer so leicht ist. Vieles klappt erst einmal gar nicht. Es geht mir auch nicht immer gut. Da löse ich mit meinen Werken etwas bei mir aus. Ich beachte, was geschieht.
Da lasse ich alles in dem Zustand, wie es schon ist.
Meine Verhaltensweise steht nicht im Voraus fest. Ich passe sie an die erfahrbaren Gegebenheiten an. Manchmal scheitere ich, manchmal habe ich Erfolg. Beides kommt vor. Ich finde das so normal. Meine Empfindung dabei ist genauso gut.
Dokumentation
Jeder Mensch bedarf der Ordnung. Bei der inneren Schau klären sich die Dinge leichter, wenn ich mich in einer dafür geeigneten Umgebung aufhalte.
Alles kommt mit Ruhe zustande. Hektik ist eine den Menschen überlagernde zusätzliche Eigenschaft. Ich habe gelernt, mich unbelastet zu verhalten. Mein Weg ist klar. Er liegt vor mir und kann erfahren werden.
Meine Sprachgestaltung ist wie mein Weg auch eine einfache Emanation. Ich nenne bei ihr das Gute, was gerade in meinen Gedanken vorkommt. Das ist für mich relevant. Ich bringe meine Ideen da an, wo ich schon bin. Dadurch sprenge ich manches Verhaltensmuster meiner Mitmenschen. Ich kann mich so integrieren. Was ich für mich habe, das stattet mich auch aus. Was ich schon gebildet habe, das steht mir ab diesem Moment auch zur Verfügung.
Dokumentation
Ich glaube alles. Was man mir sagt, ist gut. Es stammt von Menschen. Also wird es auch menschlich sein, das anzunehmen. Was ich höre, ordne ich auch zu. Ich lasse jedem sein Recht und nehme mir das Gleiche. So festige ich das wahre Verhältnis. Es hat Bestand.
Was andere über mich sagen, ist wahr. Was andere von mir halten, ist die Wahrheit meines Lebens. Da wehre ich mich gegen meine inneren Regungen, weil ich mich sträube. Es widersteht mir, es jedem recht zu machen. Ich mag das nicht.
Ich rede nicht mit jedem. Schon gar nicht spreche ich über alles. Was man von mir fordert, das erfülle ich sogleich. Was man von mir verlangt, das mache ich auch so.
Ich sehe es als indiziert an, dass im Indikativ gesprochene Worte wie Befehle aufzufassen sind. Wenn wir sagen, dass etwas schön ist, dann ist das der Befehl dazu, zu gefallen.
Mit der hohen Dichte der Information kommt auch die autoritative Art der Menschen zustande. Sie setzen durch, was sie kennen.
Alles, was sie nicht gekannt haben, ist ihrer Meinung nach unwichtig. Egal ist ihnen, was abseits ihrer Normen liegt.
Da kehre ich um und gehe heim. Was ist nur mit mir? - Irgendwie bin ich von der törichten Art meiner Mitmenschen beeinträchtigt. In beeindruckender Weise haben sie mir das Gute madig gemacht. Was ich zuvor hatte, das haben sie mir genommen.
Diesen Diebstahl zeige ich auf. Mein ganzes Leben ist davon gekennzeichnet, dass man mir nichts Gutes gelassen hat. Daraufhin hat man mich wie einen Pudel mit Wasser übergossen und mir gesagt, dass ich eben Pech habe. Vielen Dank, liebe Menschheit! - Prima, das habt ihr gut gemacht. Hier ist euer Lob. Ich brauche es nicht von euch.
Impuls
Was mich bedingt, bestimme ich etwa zur Hälfte selbst. Die andere Hälfte ist von dem Guten, was mich schon ausgemacht hat, festgelegt worden.
Gedanke
Ein Baum, der nicht mit dem Wind zu schwingen vermag, bricht im Sturm.
Impuls
Sprache ist wie Mathematik, nur ohne Logik.
Impuls
Entspannen möchte ich mich und schaue nach oben. Eine eigene Hoffnung soll mir zuteilwerden.
Vom Kreis zum Quadrat und wieder zurück zum Ursprung führt mein Weg. Dabei erkenne ich mich. Ich finde zu mir.
Handfest sind diese Dinge. Doch ich löse mich auch wieder von ihnen. Es ist mein Wunsch, etwas Gutes zu bewirken und beständig zu sein.
Ich schaue auf die Begrenzungen des Möglichen. Was ich tun möchte, sollte für mich Sinn haben. Ich baue an der eigenen Basis, aber ich stelle sie keinesfalls über alles.