Impuls
Die wahre Prüfung in diesem Dasein wird das Leben selbst sein. Ich möchte empfehlen, mit sich selbst geduldig zu sein.
Manche Leute meinen, dass es dabei um das ‘Jetzt’ und ‘Hier’ geht. Da möchte ich lauter nach dem ‘Was?’ und ‘Wie?’ fragen, denn ich möchte sichergehen, dass man sich dabei auf das Gleiche bezieht. Allein eine Gemeinsamkeit lohnt Mühen. Für Unterschiede würde ich nichts übrig haben. Sie dienen lediglich zur Schlechterstellung der anderen Menschen. Stattdessen ziehe ich es vor, mich auf brüderliche Weise mit meinen Nächsten zu verbinden. Eine moralische Integrität wäre etwas wert.
Mit Fleiß und Ausdauer gehe ich immer wieder ans Werk und stelle dabei fest, dass kein Moment wie der andere ist. Die Variationen der Themen in meinen Werken haben diese Regularität zur Ursache. Es wäre doch sehr verwunderlich, wenn alle scheinbar feststehenden Dinge sich nicht irgendwann doch wandeln würden. Das wäre wohl eine Täuschung.
Bestand hat allein nur der Wandel. Die Kraft des Menschen resultiert zwingend aus seiner Konstanz. Ein Fels bin ich erst dann, wenn ich dauerhaft widerstanden habe.
Gedanke
Da meine Gebete mein Herz erquicken sollten, habe ich die Dinge in meiner Umgebung für gut erklärt und sie mir gerne angesehen. Mit frischem Wind in den Segeln lässt es sich besser umgehen als mit einer lauen Brise oder gar einem trostlosen Zustand der Verkommenheit.
So sorge ich für mich.
Dokumentation
Das Leben ist wie ein Gewaltakt. Da wird es gut sein, dass ich mich gemäßigt habe. Ich folge den gültigen Regeln, wie ich sie kenne, und mache beim üblichen Spiel mit, weil das gefordert wird. Das stellt mich her. Dabei habe ich einen Standpunkt erlangt, der gewiss tauglich für mehr sein wird.
Ich weiß um die grundsätzliche Streitbarkeit der Menschen. Man irrt sich jedoch, wenn man sich stets bei seinen Aufgaben und Pflichten ablenken lässt. Da läutere ich mich und besinne mich auf mein Werk.
Das Beliebige habe ich als folgenlos und leer enttarnt und darum verworfen. Es hat keine Bedeutung. Ich mache etwas ganz anderes.
Dokumentation
Ausgehend von einem Zustand der Leere habe ich nach einigen kleinen und leichten Versuchen der Ingangsetzung etwas Trost gefunden und habe in meinem Wohnzimmer erste Übungen gemacht.
Ich habe mich auf meine Füße gestellt und meine Arme angezogen. Das habe ich mehrfach getan.
Erste Bewegungsabfolgen sind entstanden, ein frühes Empfinden der Verbesserung meiner Eigenwahrnehmung hat auch eingesetzt.
Da meine Übungen aufeinander aufbauen, bleibe ich gerne am Ball. Eines ergibt das andere. So folgt eine Form auf die nächste.
Zwischendurch halte ich die gerade vorhandene Kraft aufrecht und halte inne.
Der eigene Atemzug hält nun länger an.
Ich versetze meinen Körper ansatzweise in Spannung und transformiere diese durch die Umwandlung der gerade aktivierten Kraft in eine Zugkraft. Eine ziehende Form folgt auf die andere.
In dieser Sphäre übe ich.
Zwischendurch löse ich die vorhandene Kraft und lasse ab.
Die folgende Form muss von mir richtiggehend erspürt werden. Irgendwo sitzt eine Spannung fest, die ich transformieren möchte. Hier setze ich erneut den Impuls zur Umwandlung der Spannung in eine Zugspannung. Getreu einer solchen Zugspannung formiere ich nach und nach die entsprechende Kraft, natürlich eine Zugkraft. Durch eine entsprechende Bewegung kann ich ihren Wirkanteil reduzieren und so die Spannung weitgehend auflösen. Die Bewegungen werden flüssiger, die Spannungen hören vorübergehend auf.
Das Prinzip des Eingreifens in diese vorhandenen Spannungszustände mechanischer oder eben statischer Art gelingt mir auf diese Weise gut. Ich habe das Gefühl, dass ein Wechsel der Zustände mich mobilisieren kann. Er ist auch förderlich für mein Wohlbefinden.
Ich mag es, dass ich mir selbst Zeit für das Studium meiner gewöhnlichen Bewegungsfolgen nehme. Ich breche damit gerade nicht aus meinem Alltag aus. Vielmehr integriere ich diese Art der Fürsorge mir gegenüber auf aktive Weise in den schon vorhandenen Alltag.
Von Zeit zu Zeit habe ich wieder Lust darauf bekommen und aus der Erinnerung heraus die eine oder andere Form wiederholt.
Was ich spüren kann, das muss auch gegenwärtig vorhanden sein. Manches sehe ich mir an, manches muss ich empfinden, um es selbst begreifen zu können.
So wird diese Auseinandersetzung mit meinen Körperspannungen zu einer kapazitiven Übung der eigenen Kraft. Das schon genannte Nachlassen und Auflösen der Kraftwirkung kommt dabei einem Ausleiten der Spannung gleich.
Ich bin froh, dass ich gerade so gut mit meinem Leben klarkomme und diese Übung durchführen kann. Das ist so schön.
Impuls
Wer sich im Leben alles ausgesucht hat, der geht wahrscheinlich irgendwann leer aus. So ist es mir schon ergangen. Die Fülle dieser Welt wird zuweilen teuer erkauft. Im Nachgang muss man für sie bezahlen.
Willkürlich habe ich getan, was mir gut gefallen hat, und mein Geld verpulvert. Dabei habe ich alles aus den Augen verloren, was etwas für mein Leben bedeutet. So unvorsichtig, wie ich gewesen bin, ist es nur zu verständlich, dass meine Vernunft durch Abwesenheit geglänzt hat. Manchen Fehler habe ich so erzeugt und vor lauter Unwissen auch noch kundgetan, wie dumm ich bin. Das hat mir geschadet.
Ich habe die Gemeinschaft angerufen und mich mit meinen Reden in Schwierigkeiten gebracht. Ich habe mich regelrecht in schiefe Überzeugungen verstrickt, weil ich nicht zugegeben habe, wie falsch ich mit diesen Dingen liege. Das hat die Schwierigkeiten noch gemehrt.
Selbst sprachlich hat sich ein Fehler bei mir manifestiert. Das drückt sich in diesem Fall so aus: Ich habe oftmals die Form eines ‘wir’ verwendet, obwohl es einzig um meine Ansicht gegangen ist. Da wäre ein Bezug zu meiner Person deutlicher gewesen.
Das falsch angebrachte ‘wir’ hat die Aussagen meiner Schriften verfälscht. Die mir eigentlich vertrauten sprachlichen Muster haben sich wegen dieser Vorgehensweise nicht richtig anwenden lassen. Mehr und mehr haben sich tiefgreifende Irrtümer ergeben, die irgendwann maßgeblich geworden sind und mich sogar bedingt haben. Das hat manchen Nachteil für mich ergeben.
Davon bin ich inzwischen abgekommen, das ‘wir’ auf völlig unbedarfte Weise einzusetzen. Ich schreibe jetzt vornehmlich in der ersten Person Singular, wenn es um meine Ansichten geht. Diese betreffen mich selbst.
Jetzt lassen sich die Aussagen besser zuordnen. Es hat sich außerdem gezeigt, dass bei diesem Einsatz des Bezugs zu mir selbst meine Texte leichter gedeihen können. Die nach diesem Verfahren geschriebenen Sätze werden wieder verständlicher. Ich bilde sie neu. Darüber bin ich froh.
Jetzt brauche ich etwas Zeit, um die gesamten Textsammlungen umzuarbeiten.
Ich muss die geltenden Regeln einfach befolgen. Das anarchistische Element allein hat nicht ausgereicht, um das Ganze zu vervollständigen, was ich schon erzeugt habe.
Dokumentation
Eine Annahme treffe ich zuerst. Die Summe des Ganzen ist null. Sowohl von ihrem Wert als auch von ihrem Betrag wird sie das sein. Da nehme ich an, dass es ein neutrales Element gibt, das alles in sich trägt, was es gibt. Es ist das Ganze.
Das Ganze ist vollständig. Das gilt auch nach innen hin.
In seinem Gewebe herrscht Regung und Drang vor. Dort bewegen sich die lebendigen Dinge. Das Leben findet fortwährend statt. Es bedeutet Glück, daran teilzuhaben.
Existenz ist Wandlung, Leben ist Verwandlung. Alles ist schon da. Es würde nichts daran fehlen. Darum betrachte ich diese Welt als eine spontane Erscheinung.
Sie ist wie eine Matrix aus einzelnen Sphären, gebildet aus Bestand und Erneuerung.
Dokumentation
Ausgehend von dem Phänomen einer Beschränkung suche ich meinen Weg in diese Welt der Emanationen. Ich suche nach einer Gelegenheit zur Freisetzung meiner Kraft. Sie entfalten zu können, das hat mir schon viel bedeutet.
Was ich derzeit willentlich bewirke, wird die Zurückhaltung von mir sein.
Ausgehend von diesen beiden, miteinander korrelierenden Prinzipien, erkenne ich meine Situation in diesem Dasein als eine an, bei der mein menschliches Wirken früher oder später der Welt unterliegen wird. Ich befinde mich in ihr und habe ihr zu entsprechen.Irgendwann wird das wahr sein.
So bin ich dazu gekommen, die gültigen Annahmen zu treffen und sprachlich zu bestimmen, weil ich daran glaube. Sie möchte ich nun hier einmal benennen.
Der Mensch ist bedingt.
Der Mensch sollte verträglich sein.
Der Mensch würde nicht frei sein.
Wer denkt, dass er frei ist, wird verrückt sein.
Diese vier Grundannahmen habe ich abgekupfert. Sie stammen aus der einschlägigen Literatur mit Bezug zu den Veden. Die Hare-Krishna-Bewegung hat versucht, sie den Menschen in den westlichen Ländern näherzubringen. Von dort habe ich sie.
Ergänzend dazu möchte ich etwas Weiteres benennen, was darauf aufbaut, aber auch mit eigenen Erfahrungswerten von mir korrespondiert hat.
Der schlechteste aller Zustände ist der jetzige.
Es herrscht immer Not vor.
Besserung ist keine in Sicht.
Was ich erreichen möchte, muss jetzt schon begonnen haben, wenn es einmal wahr werden soll.
Das sind harte Worte aus meinem Mund. Die dahinterstehenden Überzeugungen sind noch krasser, glaube ich. Nicht jeder mag so etwas.
Ich habe das nicht ohne Grund gesagt.
Der grundsätzliche Weg ist der Stillstand der Entwicklungen. Nur wer Glück hat, bewegt sich noch in eine gute Richtung.
Alles an mir steht miteinander in Beziehung und ist irgendwie voneinander abhängig. Einflussgrößen gibt es zuhauf, die mich ausmachen.
Ich sehe mich als ein Lebewesen an, das durch seine eigenen Einwirkungen in der Welt ausgebremst wird.
Nichts Gutes würde ohne Konsequenzen sein.
Das Normale ist wie ein Vakuum. Alle Ordnungen gehen davon aus.
Tangential tritt das Wesentliche am Menschen auf.
Da habe ich ebenfalls angenommen, dass mein Grundzustand ein gedämpfter ist. Ich sollte auf meinem Weg nach einer Unabhängigkeit trachten. Das wäre schön.
Idee
Eine Überschrift lege ich fest und gebe mir mit ihrer Hilfe eine Orientierung zur Erstellung des jeweiligen Textes. Einen Anhaltspunkt wird man schließlich brauchen. Ohne Überschrift sind nur die kürzeren Aphorismen ausgekommen.
Meine Texte sind spontan entstanden. Ich sortiere sie schematisch anhand einer kleinen Liste von Textsorten. Das sind die wesentlichen davon:
Impulse
Gedanken
Ideen
Dokumentationen
Haben Dokumentationen stark mit meinem Dasein und mir zu tun, so sind doch auch die anderen Textarten für mich wichtig.
Impulse sind erste Regungen sprachlicher Art von mir. Sie dienen der Bewusstmachung meiner Inhalte. Dort reguliere ich meine ersten Gedanken zu einer Sache.
Dagegen sind Ideen bereits mit einer zusätzlichen Aussage angereicherte Impulse. Sie sollten wiedergegeben werden können.
In Gedanken findet man die neutral zu bezeichnenden Überlegungen von mir.
Dokumentation
Ich glaube an ein Prinzip von Haken und Ösen. Das Gute ist stets eine lösbare Verbindung und auch so zu verstehen. Man kann damit etwas anfangen. Die Verbindungen, die ich zu den guten Dingen dieses Daseins eingegangen bin, haben mich gestärkt.
Natürlich habe ich mich dauerhaft festzulegen, wenn es darum geht, was ich gut finde.
Eines weiß ich über das Gute in dieser Welt. Betrachtet man es vollständig, dann erkennt man, dass es enthaltend ist. Seine Neutralität ergibt sich dank einer Summenbildung aus dem Ganzen, was besteht.
Da bringt das Gute etwas hervor.
Idee
Wenn das Schachspiel von jemandem gelernt werden möchte, dann würde er nicht nur seine Regeln richtig verstehen müssen. Er hat auch das Ziel des Spieles zu verinnerlichen und einzuhalten.
Analog dazu betrachte ich auch andere Dinge auf die gleiche Weise. Dem königlichen Spiel wird vieles gleichzustellen sein. Die schiere Unübersichtlichkeit der Gelegenheiten bei diesem Spiel steht zumeist einem genau ausgeklügelten Plan entgegen, der durchgeführt werden möchte.
Mit Klarheit erreicht man seine Ziele bald. Das Schachspiel selbst mit seinen irritierend vielen Möglichkeiten ist dabei der wahre Gegner des Übenden. Das Gegenüber kann sogar ein Mitstreiter auf dem Weg zu einem guten Verständnis für dieses Spiel sein. Über die Stellungsbilder kann gesprochen werden. Dann dient es oftmals auch zur Unterhaltung.
Mittels dieser Herangehensweise habe ich vom Schach auf die Welt geschlossen und mein Dasein an einfache Prinzipien verankert. Ich glaube, dass es einen regulären Weg für den Menschen in diesem Leben wie auch eine gewisse Erfüllbarkeit der eigentlichen Hoffnungen von uns Menschen gibt.
Ausgestattet mit solchen Gedanken wende ich dasselbe Prinzip der Übertragung auch auf das Tarotspiel an. Dieses Kartenspiel ist genauso wenig beherrschbar, aber es liefert einen reichhaltigen Schatz an Reflexionen bei seiner Anwendung.
Ordnung in die Dinge zu bringen, wird der erforderliche Schritt sein, um Klarheit zu erreichen. Da habe ich selbst meine Texte auf ihre Stimmigkeit geprüft und sie berichtigt. Als Sprachgestalter suche ich nach Hinweisen auf die richtige Anwendung der Grammatik wie auch die wahre Verwendungsweise der Worte.
Mit einem gewissen Sinn für Humor bin ich ausreichend ausgestattet, gestalte ihn aber gerne in lakonischer Weise. Die Witze, die aus eigentlichen Fehlern der Menschen resultieren, habe ich dagegen nicht gutgeheißen. Abwege, die nicht aufgehoben und beendet werden, bringen die Menschen dazu, abzudriften und die eigentlichen Zielvorgaben zu verfehlen.
Da begradige ich meine Wege gerne. Das vereinfacht manches für mich. Sind die Handlungsschritte zudem auf vollständigere Weise durchführbar, wird mir auch sicherlich das gewisse Licht zuteil, das für die Aufbereitung meiner Dinge in diesem Leben erforderlich sein wird.
Am Ende des Tages finde ich dann zu meinem Ausgangspunkt zurück und raste bei einer schönen Partie Schach und einer Tasse Tee.
Gedanke
Im Leben hat der Mensch mit allem umzugehen, was für ihn Bedeutung hat. Er muss klarkommen. Sein Dasein wird dadurch bestimmt, was für ihn gegeben ist.
So etwas wird man sich kaum aussuchen können. Man muss es nehmen, wie es ist. Vernachlässigungen schaden hier. Lediglich gewichten sollte man seinen Bezug zu den Dingen.
Es teilen sich die eigenen Kräfte auf und ergeben ein gewisses Spektrum an Zonen, wo ich besser als sonst bin. Dort häuft sich mein Mana. Es kennzeichnet meine Möglichkeiten in der jeweiligen Sphäre.
Idee
Am Anfang einer neuen Zeit wird man irgendwo dastehen und sich erst einmal zurechtfinden müssen. Bis hierher ist man schon gekommen, aber die Ursache, warum das so sein wird, ist jetzt erst einmal ungeklärt. Ich habe sie nicht erkannt.
Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass ich in diesem Leben bereits mehrere falsche Abzweigungen genommen habe und von meinem wahren Weg abgekommen bin.
Daraufhin beginnt für mich eine Routine der Orientierung. Ich belasse alles so, wie es schon ist, und ändere nichts daran. Das ist gegeben, es wird auch gesucht sein.
Weder suche ich Antworten auf meine Fragen, noch suche ich Lösungen für irgendwelche Probleme mit dem eigenen Leben. Stattdessen wende ich mein kombinatorisches Vermögen an und enthalte mich. So versuche ich den Anforderungen an mich gerecht zu werden.
Ausgehend von der historisch abgesicherten philosophischen Annahme, dass ‘alles schon da’ sei, erinnere ich mich an das Gute in diesem Dasein. Es ist bekannt. Was somit als wahr erkannt werden kann, das sollte auch recht sein.
Gedanke
Ich glaube, dass ich in diesem Dasein bestehen kann, wenn ich mich dabei auf meine Güter besinne und dank des Bezugs auf das eigene Glück stimmig handle. Damit trete ich für meine Interessen ein. Jedem Menschen steht es zu, so etwas zu tun, denke ich.
Jeder Mensch hat ein Leben, das als wertvoll und wichtig zu bezeichnen sein wird. Der Schlüssel zu den Dingen ist bereits in den Gegenständen enthalten. Genauso verhält es sich mit allen Lebewesen.
Über dem Lebewesen steht seine Lebensform. Da sage ich Mensch dazu, wenn es um mich selbst geht. Die Auffassung, was ein Mensch ist und wie er aufgebaut ist, also was ihn ausmacht, variiert stark bei den Menschen. Jeder meint, dass es wichtig sei, eine eigene Ansicht zu haben.
Da baue ich auf das Bild eines universellen Menschen. Ich füge die Ansichten der Leute in dieses Gesamtbild des Lebens ein.
Gedanke
Es ist damit zu rechnen, dass der Sog der Zeit mich in Bezug zur Gegenwart bringt, die besteht. In der überschaubaren Zeitspanne dieses Moments erkenne ich etwas in unscharfer Weise. Ich finde keinen Zugriffspunkt und würde es darum nicht fassen können. Ich bekomme das keineswegs hin.
Impuls
Ein einfacher Satz, richtig gesprochen und gedacht, bewegt alles in dieser Welt.
Impuls
Argumente sind kalkulierbar. Kalkulationen sind etwas Musisches. Man muss Lust dazu haben, um dabei eigene Erfolge zu erzielen.
Etwas, für das ich gestanden habe, brauche ich nicht zu erklären. Das wird sicherlich wahr sein.
Für meine Argumentationen habe ich mir Schemata überlegt, die förderlich in diesem Leben sind. Es geht mir um das Dasein und die Erhaltung des Lebens. Seine Kraft möchte ich bewahren. Dafür setze ich mich ein.
Der Umstand, dass ich von meinen Wegen spreche und meine Dinge regulär so anführe, wie sie in Wahrheit gegeben sind, hat einen Zauber für mich freigesetzt. Neue Hoffnung ist entstanden.
Gedanke
Meine Malereien baue ich gegenständlich auf. Ich habe nicht nur den Malgrund angemalt, sondern ich bilde auch mit der Farbe etwas zusätzliches, was gesehen werden kann. Meine Werke sind von Formen durchdrungen. Sie ergeben Gebilde, die man erahnen kann.
Da ich mittels meiner Gedanken beim Werkschaffen im Voraus das mir Bekannte nicht vollumfänglich umreißen könnte, ist in meinen Bildern ebenfalls ein gewisser Interpretationsspielraum für das Motiv enthalten. Es erscheinen in ihnen zuweilen auf eigenständige, aber unvorhergesehene Weise weitere Formationen, die ich zuerst nicht wahrgenommen habe.
Meine Werke erstelle ich in Layern. Das sind Bearbeitungsebenen. Ich schaue darauf, dass ich sie vollständig mache.
Da schauen die Menschen auf meine Bilder und erkennen etwas. Sie assoziieren anhand dieser Werke ganz eigene Motive.
Ich bin mir nicht sicher, ob meine Werke so etwas aufweisen. Aber ich möchte natürlich jedem Menschen die eigene Sichtweise zugestehen, auch wenn meine Werke betrachtet werden.
Gedanke
Beim Scheitern finde ich keinen Gefallen an meinen Werken. Ich habe auch nichts daraus gelernt, wenn etwas misslungen ist.
Es hat nicht geholfen, den falschen Weg nicht erneut zu gehen.
Impuls
Meine Vorgehensweise bringe ich zu Papier oder zu Datei und schaffe so Klarheit über meine Wege. Die betreffenden Sachverhalte beschreibe ich so, wie ich sie kenne.
Hier, an Ort und Stelle, und jetzt, im Nu dieses Momentes, habe ich keineswegs vor, zu nennen, was ich für eine Vorgehensweise gewählt habe.
Es ist bezeichnend, dass ich mir so etwas stets offen gelassen habe. Dort, wo ich auf Spezifikationen eingehe, haben die jeweiligen Schriften eher den Charakter einer Momentaufnahme zu eigen.
So sollten sie verstanden werden.
Für das Allgemeine, also für das gegebene Prinzip, sind keine Beispiele erforderlich.
Eines möchte ich jedoch anschicken: Der Sandkasten lässt manches zu, was durchweg möglich sein wird.
Hat man den Sandkasten erst einmal als den wahren Setzkasten für jegliches analytische Verfahren erkannt, dann sollte man die vorangegangenen Worte verstehen können. So werden meine anderen Texte, die auch Spezifikationen enthalten können, zuordenbar.
Damit ist der Rahmen bestimmt, der für ein Werkschaffen Gültigkeit hat.
Impuls
Ich möchte in meiner Werkschau nicht nur über die gemalten Werke sprechen, sondern auch von den guten Dingen sprechen, die mich schon bewegt haben. Für sie habe ich etwas übrig. Darum mache ich das.
Was mich in diesem Leben umtreibt, dafür setze ich mich ein. Diesem Grundsatz folge ich gerne. Er ermöglicht mir das Auffinden der relevanten Inhalte.
Das eigene Werkschaffen ist mir wichtig. Ich verbinde damit meinen inneren Frieden.
Dieser Frieden ist keine Empfindung allein, sondern vor allem die Realität meiner Lebenswirklichkeit. Sie kann gesehen und verstanden werden.
Im Grunde ist mein Bekenntnis zum regulären Weg gleichzeitig mit einer Anerkennung des Rahmens für mich verbunden. Diese Bedingtheit steht im Zusammenhang mit meinem Bekenntnis zur Konstanz als menschliche Größenordnung. Was gut ist, wird auch wahr sein. So habe ich Glück erfahren, so habe ich mein Leben geführt. Die damit einhergehende Verwirklichung ist nicht allein eine durch mich selbst gewesen. Sie hat auch wirklich stattgefunden und alle Teile des Lebens betroffen.
Da sage ich “der integrale Weg” dazu.
Jeder Sachverhalt wird einbezogen, nichts würde mir egal sein. Die Gedanken haben Relevanz und werden auch so wahrgenommen. Ich ordne diese inneren Regungen einander zu.
Das Timing dabei ist entscheidend. Klarheit schaffe ich durch die direkte Bestätigung der Erfahrungen. So wie alles ist, so hat es auch Relevanz.
Dokumentation
Meine Kartei ‘Baukasten’ habe ich zur Schulung erstellt. Meine Texte erarbeite ich in der Art einer Sprachgestaltung. Sie sollten tragfähig und klar wiedergeben, für was ich stehe.
Das eigene Dasein möchte ich ebenfalls in diese Werkschau integrieren. Ich berücksichtige die Wegmarken meines Lebens bei der Erstellung meines Werkes.
Der Minimalismus, dank dem ich meine Schriften geordnet habe, lässt mich den Rand für meine Dinge klarer erkennen. So komme ich dazu, etwas besser zu verstehen.
Dort, wo nicht alles vor meinem inneren Auge verschwommen ist, habe ich die Dinge auch nicht verwaschen gesehen. Sprachlich gesehen ist es förderlich, eine solche Textsammlung zu erstellen. In diesem Leben wird es dem Menschen durch persönliche Reifung gedankt, dass man gearbeitet hat.
Die Frage, was ich tue, erklärt sich damit von selbst.
Impuls
Etwas habe ich wahrgenommen, was mit mir selbst zu tun hat.
Ich schaue auf mein Leben. Was ich habe, das erhalte ich mir. Ich ändere selten etwas daran. Es besteht fort, wie es mir bekannt ist.
Mein Wesen ist beständig. So ist es erschienen. Bestätigungen dieses Sachverhalts bedeuten Glück, wie ich finde.
Was gut ist, trifft zu. Was durch dieses Leben bestätigt worden ist, wird richtig sein. Daran halte ich fest. Der positive Aspekt dabei ist der geringere Verlust an Integrität.
So habe ich etwas anerkannt, was wahr sein wird. So ist es mir erschienen, so habe ich es gefunden. Niemand hat etwas dafür oder dagegen getan. Es ist von sich aus wahr geworden.
Dank dieser Sache haben sich meine Kräfte entwickeln können. Die Gegenstände, mit denen ich mich in meinem Dasein befasst habe, haben von mir wieder weggelegt werden können. Die Verschränkungen in meinem Dasein habe ich so eindeutig reduziert.
Obwohl das Ganze sich über mich ergossen hat, habe ich dagegen gehalten. Mit meiner Liebe habe ich keinen Apfel grün gemacht. Durch meine Wut habe ich die Wucht meines Wesens erfahren und von ihr abgelassen.
Was ich als den integralen Aspekt meines Lebens ansehe, ist nicht das Ganze für sich gewesen. Es ist der Kratzer, das Scheitern, der Moment des eigenen Versagens. Er macht alles aus.
Diesen Aspekt einzufangen und mit Geduld zu heilen, bedeutet für mich Liebe. Sie verwirkliche ich, wenn es möglich ist.
Gelegenheit für Gutes besteht zuhauf. Doch wer braucht so etwas?
Ich ordne mich den anderen Menschen zu, indem ich die höheren Prinzipien in der Welt suche und mich von ihnen isoliere. Ich bin ein Mensch und das wird auch so bleiben.
Anstatt im Äther aufzugehen und als Leuchte zu erscheinen, mache ich die Verwirklichung der eigenen Kraft wahr.
Jeder sollte so etwas aus seinem Leben kennen.
Die damit verbundenen Erfahrungen sind mächtige Brüche. So geht das Leben aus. So geht das Leben aber auch voran.
Dokumentation
Das Leben bringt etwas mit sich. Ich höre meinen Namen und erkenne, dass ich gemeint bin. Irgendwann habe ich gelernt, auf diesen Namen zu reagieren.
Die Zuordenbarkeit des eigenen Namens zu mir selbst ist ein tiefes Mysterium der menschlichen Existenz. Andere können den gleichen Namen tragen. Aber wenn ich angesprochen werde, reagiere ich darauf.
Ausgehend von dieser Sphäre möchte ich jetzt das physische System der inneren Bezüge beleuchten. Es verkörpert einen integralen Aspekt des zuerst genannten Lebensprinzips.
Ohne zu weit auszuholen, möchte ich voranschicken, dass ein innerer Bezug nur durch eine anziehende Kraft erscheinen kann. Übt man dagegen zu sich, also in das eigene Innere eine Druckkraft als hauptsächliche Kenngröße des eigenen WIrkens aus, dann verschieben sich die Proportionen. Alles entgleitet auf diese Weise.
Ich wende also zurecht die vollkommene Form des inneren Bezugs an. Sie zieht alles in Position. Ungereimtheiten enden. Fehlstellen werden erneut platziert.
Ich gehe von einer ungenauen, verschwommenen Wahrnehmung von mir selbst aus und lokalisiere einen inneren Bezug zu mir in den eigenen Händen. Was meine Hände schon gegriffen haben, hat sich bereits manifest ausgewirkt.
Ich sehe mich als das Endprodukt aller Einflüsse an und setze diese Eigenschaft im Moment der Gegenwart mit dem zeitlichen Geschehen gleich. Von hier komme ich, von hier gehe ich los. Jetzt sollte die Neuerung eingeführt werden.
Ich greife nach dem goldenen Faden. Er ist die Existenz, auch wenn er einer Vorstellungswelt entsprochen hat und eigentlich formlos wäre. Sein Vorkommen muss gesehen, sein Herz verstanden werden.
Alles, was bestehen soll, wird wie dieser Faden aus Gold sein.
Da es wichtige und unwichtige Dinge gibt, wähle ich die leere Hand. In ihr greife ich die vorgestellte Größenordnung. Sie pulsiert im Denkraum der Wahrnehmung, wird aber nicht als vorhandene Form geschaut. Sie ist also mit Eigenschaften behaftet und dennoch variabel.
Vorstellungen können sich ändern. Ansichten kann man ergänzen. Wesentliche Merkmale der Existenz werden von mir aufgerufen und in dieser Sphäre emaniert. Das erzeugt das Gefühl bewusster Entscheidungskraft. Diese willentliche Steuerbarkeit ist gegeben und macht das Aufrufen von Gefühlen möglich.
Zuerst manifestiert sich ein körperlicher Zustand. Dann wird er durch strukturelle Eigenschaften ergänzt.
Da stelle ich mir in der inneren Sphäre meiner leeren Hände eine im Raum schwebende Tonkugel vor. Ihre Oberflächen sind uneben. Diese haptische Erfahrung wirkt mehr oder minder trocken. Etwas an ihr ist sogar porös.
Dank dieser abgeschirmten Emanation habe ich jetzt den Ansatz gefunden, um diesen goldenen Faden beizubehalten. Was jetzt kommen sollte und kommen muss, lasse ich absichtlich offen.
Nun hat dieser Text aber nicht zugleich sein Ende erreicht. Es gilt mehr festzustellen und weiter in die Tiefe dieser Vorstellungswelt einzudringen.
Wer seine inneren Bezüge verstehen möchte, der sollte ruhig einen für sich passenden Weg wählen. Es braucht nicht meine eigene Methode umgesetzt zu werden. Man würde sie nicht einmal auf die eigene Methodik übertragen müssen. Fine.
Dokumentation
Wer von Antrieb gesprochen hat, meint die Maschine. Sie glänzt durch ihre Funktionalität.
Zur Inbetriebnahme einer Maschine brauche ich eine zielgerichtet eingebrachte Energieart, und zwar in der richtigen Form und Größe. SIe muss zur Bauart passend sein und ihr entsprechen. Zusätzlich muss die jeweilige Energieart getaktet in die Maschine eingebracht werden. Es muss folglich die Einbringung der Energie zum Zustand der Maschine passen und alles rechtzeitig geschehen. Erst daraufhin springt mein Motor an. Nur so läuft meine Maschine los.
Um aber rund laufen zu können, muss eine Maschine weitere Merkmale einhalten. Gleiches gilt für die regelmäßige Einbringung einer kapazitiven Energiemenge.
Um dieses Prinzip auf ein lebendiges, eingeschwungenes System übertragen zu können, gehe ich den rückwärtigen Weg. Ich beginne bei der laufenden Maschine, die vollumfänglich versorgt ist und betrachte, wie dieser gute Zustand aufgehoben oder gestört werden kann. Im Nachgang sorge ich dafür, dass nichts derartiges passiert und unterbinde die Querschüsse auf das eigene Glück.
Glück besteht in einer Welt des Wachstums und Gedeihens in der Fortsetzung des Weges.
In einer Erfahrungswelt geschehen allerhand schlechte Dinge. Aber es wird erforderlich sein, an ihr teilzuhaben. Folglich muss ich die Schlechtigkeit der Welt als etwas annehmen, das zum Ganzen und damit zum Guten gehört. Der Sachverhalt, dass grundsätzlich alles sabotiert werden kann und wird, deutet auf die Wichtigkeit des Sachverhalts von Wiederherstellung und Aufrechterhaltung hin.
Was ich in diesem Atemzug außer Acht gelassen habe, soll die auf eine Person bezogene Ursache der Veränderlichkeit sein. Wer mir etwas angetan hat, wird austauschbar sein. Es zeichnet niemanden aus, dass er es ist, der etwas gemacht hat. Darum sollte es auch unerheblich sein, hier das Problem zu personalisieren.
Zudem kann jeder Fehler machen.
Es geht hier in meinem Text vielmehr um die Erkenntnis, wie man Schädigungen aufhebt und damit sogar ein Unglück abwenden kann. Richtersprüche würde ich nicht loslassen wollen. Sie gehören an andere Orte und sollten von anderen Personen verfasst sein. Dort sind sie rechtens, hier habe ich sie jedoch nicht gebraucht.
Damit habe ich jetzt bereits den äußeren Rahmen der Maschine wie auch des Aktes einer Sabotage abgesteckt. Es geht mir hauptsächlich um die Maschine und ihre Behandlung. Das sollte das Herzstück meiner Überlegungen sein.
Wer die Sabotage an einer Maschine oder an einem Prozess erkannt hat, der wird sie auch vermindern oder aufheben wollen. Das wäre meine Erwartungshaltung an jeden guten Maschinisten.
Wer eine Maschine bedient, sollte sie auch kennen. Wer einen Prozess aufrechterhalten möchte, der sollte auch Verständnis für die eigentliche Prozesskette aufbringen und immer wieder zu ihr zurückkehren.
Carpe diem
Gedanke
Kenning: Die vektorielle Größe der Geschwindigkeit eines Gesamtsystems beträgt allgemein gesprochen Null [0]. Dabei ist diese Größenordnung als konstant vorhanden anzunehmen.
So habe ich diese Welt gesehen und dabei meinen Grundzustand erreicht.
Am ersten Tag seines Lebens hat der Mensch erfahren, was es ausmacht, hier zu sein. Das eigene Erscheinen in der Welt sorgt direkt für Resonanz. Sie hat ihn geprägt.
Die ersten Momente eines Lebens sind bestimmend für den weiteren Aufbau der später erst relevanten Dinge. Was man im Moment einer Aufnahme in der Welt erfährt, spiegelt sich in allem wider. Es bleibt unbewusst und stellt den Rahmen für alles sich Entwickelnde dar.
Weiter als bis hier brauche ich nicht mit der Beschreibung dieser Erfahrung zum Anfang eines Lebens zu gehen. Mehr als das möchte ich gar nicht sagen.
Vielmehr möchte ich innehalten und anerkennen, was für alle Menschen geboten ist:
Ein Dasein, das auf unbewussten Anteilen ein eigenes Bewusstsein sowie eine dementsprechende Stärke des Menschen bildet.
Eine größere Art der Transformation habe ich nicht gekannt. Im Leben geschieht alles wie durch Wunder. Der Mensch ist in jeder Lebenslage um ein Vielfaches begabter, als es im ersten Augenblick den Anschein macht.
Wer spüren kann, was geschieht, hat eindeutige Vorteile in seinem Leben.
Dokumentation
Die Wahrheit klingt in den Ohren mancher Leute wie gelogen.
Wer sich zu seinen Dingen bekannt hat, der hat sie auch bewahrt.
Da halte ich ein, was mein Leben ausmacht.
Gedanke
Der erste Tag meines Lebens und der letzte Tag, das Gestern, haben Relevanz für mein Dasein. Es sind die klarsten Quellen meiner Existenz.
Ich rufe mir gerne in Erinnerung, was ich zuvor gesehen oder überlegt habe.
Idee
Was zu sehen ist, das hat auch seinen Schatten. Ohne ihn wäre alles nichts.
Dokumentation
In der jetzigen Situation befinde ich mich und erkenne doch kaum etwas von dem hohen Gut, das mein Dasein in der Gegenwart eigentlich bestimmen sollte.
Dafür kämpfe ich, dass ich aus meinem Gedächtnis schöpfen kann, was ich schon kenne. Der Zugriff auf das eigene Vermögen macht aus, was mir möglich sein wird.
Mein Ansatz im Alltag für die Gewinnung geeigneter Gedanken und Ideen bringt mich immer wieder zum Setzen eines stets gleichartigen Impulses. Ich lasse von allem ab. So lautet er und ich gewinne dadurch an Einsicht, dass ich mich zurückziehe.
Halte ich erst einmal die wahren Grenzen ein, gewinnen die Konturen auch wieder an Deutlichkeit. Mit kleineren Kräften und ohne Zwang zu irgendetwas habe ich auf diese Weise meine Klarheit wiedererlangt. Sie macht mich bereit, dank ihr kann ich mich von alter Lethargie befreien.
Was bereits da ist, das wird auch wirksam sein. So etwas ist zurecht verblieben. Habe ich auch von allem abgelassen, so bleibt doch dieses Glück beständig. Die Dinge nehmen ihren Lauf, ohne zu zerbrechen.
Folglich wäre es richtig, zu sagen, dass ich von aller Einflußnahme abgelassen habe. Der Bestand des Gegebenen wird dadurch nicht berührt. Er wird dadurch auch nicht dezimiert.
Der Umstand, dass ich mich von aller eigenen Einflussnahme gelöst habe, hat die Dinge in die Begrenzungslinien ihres eigenen Kontrollbereichs zurückgebracht. Alles besteht. Alles gelingt weiterhin auf diese Weise. Die Wirksamkeiten würden sich nicht verändern.
Das kann gesehen werden.
Da ich mich zurückgenommen habe, habe ich nicht länger meine Wahrnehmung überlastet. Sie ist bereits etwas überhitzt. Was von meiner Umgebung in meine Prozesse integriert gewesen ist, habe ich befreit, um zu mir zurückzufinden.
Da sage ich Abstand dazu. Er ist direkt und unmittelbar. Er wird ohne zusätzliche Distanzierung beständig sein. Das ist ein Erhaltungsprinzip. Ich habe mich nicht in der Gegenwart von dem Ort entfernt, wo ich bin. Hier halte ich mich weiterhin auf.
Die Nötigung der Umgebung durch mich selbst habe ich aufgehoben. Von ihr habe ich abgelassen. Ich habe einfach damit aufgehört, die Dinge zu erpressen. Ich möchte meiner Umgebung nichts abverlangen, was mir nicht zugestanden hat. Das Faß braucht gar nicht leer zu sein, um diese Entscheidung treffen zu können.
Das Enthalten ist meine Göttergabe. Ich setze sie spätestens dann als Notanker ein, bevor es mir droht, schlecht zu gehen.
Die Tatsache, dass ich aufhöre, alles zu beeinträchtigen, lässt die Dinge frei. Sie kommen zu sich und finden sich ein. Auch eine dingliche Natur hat ihren Boden und schwingt in resonierender Weise. Das Wesen der Umgebung harmoniert in sich, sobald man es lässt.
Das Zulassen der eigenen Losgelöstheit ist auch eine Lösung. Profitieren wird man in jedem Fall von dieser Erneuerung des eigentlichen Weges.
Warum aber sage ich, dass genau dieser Vorgang mich auf meinen Weg zurückführt? - Nun, es ist doch wahr. Solange ich in die Prozesse meiner Umgebung involviert bin, bin ich auch eines ihrer Glieder. Die Umgebung ist mir selbst aus diesem Grund übergeordnet.
Was ich loslasse, das löst sich auch von mir. Da lässt seine Gegenkraft auch von mir ab. Die Natur der Dinge ist passiv. So emanieren sie sich. Aber sie sind ungemein mächtig und voller Gewalt.
Da hoffe ich auf meine Fähigkeit, mich rechtzeitig auf meinen Weg zu besinnen und diese Lösung erneut ins Auge zu fassen.
Etwas habe ich gedacht und dadurch mein Augenmerk auf die Machbarkeit dieser Handlungsweise gelegt. ‘Alles lässt zu, was geschieht, und alles wird sein, was man daraus gemacht hat.’ - So möchte ich es sehen, so werde ich es lassen. Ich glaube, dass ich die richtigen Worte für meine Idee gefunden habe.
Versetzt man die Dinge in den wahren Zustand, in den sie geraten, wenn sie von sich aus sind, dann schwingen sie aus. Alles besteht erneut auf gute Weise.
Die Dinge strahlen tatsächlich Harmonie ab, wenn sie in Harmonie sind.
Die Wahrheit besteht dank dieser Harmonisierung fort. Das Leben erneuert sich so. Die in sich getragene Regung ist dank der inneren Freiheit der losgelösten Dinge unbelastet und leer.
Die Dinge bestehen jetzt in unbeschwerter Weise. Sie sind weder in ein Fremdsystem eingespannt, noch werden sie einer anderen Beeinträchtigung ausgesetzt sein.
Da bestehen sie für sich und regenerieren sich gerne.
Alles braucht seine Zeit.
Wir machen eine Absage an Unmögliches, wenn wir dieses Prinzip einsetzen.
Dokumentation
Was ich in meinen Händen halte, das schirme ich vor meiner Umgebung ab. Meine Hände gewähren Schutz. Einen solchen Schutz reflektieren sie und werden so zu meiner Burg.
Ebenso sind alle anderen Zonen meines Leibes Areale, die ein Gewebe besitzen. Ich kann dort etwas verspüren, was mich anspricht und mir gefällt.
Genau so, wie ich mit meinen Händen spüre, was ich festhalte, führt das Halten meiner Aufmerksamkeit auf einem gewissen Gebiet zu einem Empfinden von mir für diese Sache.
Im besten aller Fälle ist eine solche innere Zone ein Teil von mir selbst. Sie darf gerne mit mir korrespondieren.
Gleich einem Stück Obst an einem Baum kann jedes nahe Gebiet durch feine Kanäle erreicht und versorgt werden. Das sorgt für eine erforderliche Ausreifung der Bereiche.
Dokumentation
Vor der Aussaat lockere ich den Boden auf, damit die Samen leichter Wurzeln schlagen können. Das Feld wird von mir gepflügt. Es entstehen Höhungen und Tiefen. Schatten und Licht können jetzt variieren. Das Tau kann sich am Grunde einer Vertiefung leichter sammeln. Da benetzt es den Boden in einem morgendlichen Ritual. Sobald der Tag beginnt, wird dieses Ganze noch mit Wärme geflutet.
Dort setzt man einen Samen ein. Er sollte die besten Bedingungen zum Gedeihen haben. Das ist wichtig, damit eine starke Pflanze entsteht, die auch den anderen Bedingungen Stand zu halten vermag und sich wiederum vermehren lässt.
Das ist eine Analogie zur Gestaltung eigener Texte und sonstiger Werke.
Dank eines Vergleichs von Werk und Garten, von Feld, Acker und Brachland mit meiner inneren Weide habe ich mir alles besser vorstellen können, was mich ausmacht.
Hier setze ich den Pflug an und versetze die bereits gelungenen Werke nochmals in Bewegung. Ich pflüge unter, was ich schon habe, und erhalte so den eigentlichen Nährboden für meine Arbeit.
Dokumentation
Jeder ist mit seinem Leben zufrieden.
Unter einer Schutzfunktion verstehe ich einen Zustand, in dem die betreffende Sache, die zu schützen wäre, auch vollumfänglichen Schutz erhält.
Sie darf also sein, was sie ist.
Etwas, das Schutz erfährt, braucht sich keineswegs schlecht zu fühlen oder zu fürchten.
Wie bei einem prall gefüllten Luftballon ist da ein Kontrahent, die Nadel, die jedoch vom Luftballon ferngehalten wird.
Ein weiteres Bild wäre das von Rost und Eisen. Setzt der Rost erst einmal am Eisen an, wandert er mit Sicherheit in die Tiefe des Trägermaterials. Bleibt er dem Material fern, bleibt es erhalten.
Da merken wir bald: Das geschützte Sein ist der wahre Normalzustand einer jeden Sache.
Impuls
Ohne das Versagen eines Menschen auf ein scheinbar zutreffendes Prinzip zu beziehen, möchte ich hier vor der Bearbeitung von dysfunktionalen Störungen warnen.
Arbeit am Verdorbenen verursacht sie. Etwas, das nicht eigenständig wirken würde, braucht auch keine Hilfe.
Auch dieser Ansatz hat Härte.
Mitunter kann ich durch Härte einen Übergang beziehungsweise eine Übertragung des Schlechten auf mich selbst abwehren.
Ich gestehe es mir zu, dass ich mein Dasein auf eine eigene Weise führe. Ich brauche es nicht zu versemmeln.
Dokumentation
Ich bin kein Künstler, weil ich male.
Mit einem leeren Blatt beginnt die Wanderschaft auf der Suche nach einer Segnung des Herrn jedesmal aufs Neue.
Was ich schon erreicht habe, das ist heute Vergangenheit.
Dieses Dasein ist unerbittlich. Die Welt ist unwahrscheinlich hart.
Da erliege ich allen Täuschungen. Sie sind so lange vorgekommen, wie ich sie verleugnet habe.
Die schlimmste aller Täuschungen für mich wird die Ablenkung sein. Sie führt zu einem Misslingen meiner Werke.
Um selbst bestehen zu können, muss ich mich behaupten.
Ich würde nicht alles jederzeit und immer tun können, da mein Leben vergänglich ist. Aus diesem Grund überlege ich gut, was ich tue.
Im Grunde ziehe ich mich vom Arbeiten an den eigenen Werken zurück.
Die Vergangenheit sieht man meinen Bildern an. Sie stellen abgeschlossene Sphären dar und stammen aus einer anderen Zeit.
Impuls
Eine Sphäre zu beschreiben ist möglich. Ich möchte das in allgemeiner Weise tun und so eine Anleitung dazu vorbereiten, wie ich mit den Sphären meines Daseins zurechtkommen will.
Alle äußeren Sphären beinhalten auch einen Zugang zum eigenen Wesen. Ein Übertrag zu mir und ein Beitrag von mir sind stets möglich.
Das ist eine Annahme.
Ich möchte von den Sphären erzählen und so feststellen, was ich von ihnen weiß.
Eine Sphäre wird immer auch als Monade des Inneren zu verstehen sein. Sie ist eingebettet in eine sich selbst aus eigener Kraft abschirmende Umgebung der Balance.
Eine solche Zone trägt ähnliche Eigenschaften an sich, wie sie durch das Bild des Yin Yang angesprochen und erläutert werden.
Im Inneren dieser Monaden hat ein Tauziehen sein Vorkommen, das die Wandelbarkeit der Welt in absoluter Perfektion widerspiegelt. Das wird so sein, solange alles harmonisch zugeht.
Viel wahrscheinlicher, als eine Harmonie dauerhaft bestehen wird, sollte ich annehmen, dass ein Chaos im Inneren der Sphäre entfacht wird, sobald sie von einer zusätzlichen Kraft durchkreuzt wird.
Aus diesem Grund nehme ich an, dass im Inneren der Sphären heftige Kriege toben.
Impuls
Ich mache mal meine Augen für zwei Stunden zu und atme tief ein.
Dokumentation
Meine Schriften sollten so aufgefasst werden, wie sie gerade bestehen. Der Wert ihrer Veröffentlichung liegt in der damit verbundenen Sammlung der sprachlichen Bezüge. Darum sind sie von mir erstellt worden, damit ich diese Bezüge aufzeigen kann. Was hier zu finden sein wird, soll vornehmlich zur eigenen Schulung herangezogen werden.
Etwas stelle ich da fest. Meine Kräfte sind gebunden. Ich muss sie erst noch zu befreien lernen und in Unabhängigkeit bestehen.
Dieser Gedanke ist eigentlich ein Postulat. In einen gewissen Alltag bin ich integriert. Da wird es nur natürlich sein, dass ich schon etwas zu tun habe. Die Erfüllung meiner Aufgabe verlangt mir etwas ab. Ich bin folglich in ein Geschehen involviert, in das ich auch eingespannt sein werde, weil es mich fordert.
Dieser Sachverhalt ist rechtens. Er ist auch okay. Damit habe ich kein Problem.
Was ich darstelle, sollte auch gut sein. Aus diesem Grund spreche ich davon, wie etwas für mich ist. Meine Gedanken sollten zu verwertbaren Ideen führen können.
Das bringt mich auf weitere Ideen. Alles sollte am dafür geeigneten Ort geschehen. Dazu muss ich meinen Platz aussuchen, wo ich sein möchte. Dort möchte ich bestehen.
Kraft ihrer Erfüllung sollten meine Worte in diesen Textsammlungen das Mana der Zeit anreichern und mir zugänglich sein.
Was ich für mich zu eigen habe, das kann ich sicherlich fortan bei Werke einsetzen. Damit begnüge ich mich und schaffe den für mich erforderlichen Frieden selbst. Es sollte mir gestattet sein, so etwas zu tun.
Impuls
Die verbalen Angriffe der anderen Menschen sind stets schlecht und verursachen einen Schaden. Es zeugt von Dummheit, wenn man die eigenen Reihen angreift. Zu Idioten machen sich diese Leute und ziehen alles herab.
Einen Ausgangspunkt braucht jeder Mensch. Folglich muss man auch jedem Menschen etwas lassen. Ganz ohne alles sollte niemand dastehen müssen. Wie soll man sich denn sonst bitteschön selbst helfen können?
Da führe ich in meiner Rede jetzt die Argumente an. Sie sprechen für sich. Das wird die Regel sein.
Meine Worte enthalten sie.
Die Vernunft wird etwas sein, das man nicht für sich allein pachten könnte. Wer eine hat, der kann sie direkt umsetzen. Wem ein Argument zu eigen ist, der kann es direkt anbringen.
Es braucht keinen Rahmen für Argumente und keinen Anker für die Vernunft.
Die Argumente sind vielmehr der Rahmen, wie auch die Vernunft stets der Anker der Menschen sein wird.
Dokumentation
In einer Welt, in der alles als Illusion erschienen ist, hebt sich das, was nicht gegeben sein würde, kaum von echten Phänomenen ab. Das ist meine Sichtweise. Das Leben nehme ich so an.
Von hier aus gehe ich jetzt los und erkunde dieses Dasein. Ich bleibe da, wo ich schon bin, und mache genau das weiter, was ich jetzt schon tue.
Impuls
Wenn der Anker gelichtet worden ist, ist Leben ins Spiel gekommen. Dann hat man bald die Segel gesetzt und das Schiff hat Fahrt aufgenommen.
Impuls
Zwei Axiome möchte ich hier notieren, die eine Renaissance für den einzelnen Menschen und sein Dasein bewirken können.
Diese Welt ist gut.
Das Leben ist lebenswert.
Das sind die Filetstücke meines WIrkens. Auf diesen Postulaten baut mein Werk auf.
Ich kämme die auf dem Rahmen aufgespannten Stränge auch weiterhin durch, damit alles daran ausgerichtet und gerade bleibt.
Die Abstände zwischen den einzelnen Schüssen sollen gleichmäßig ausfallen.
Da betreibe ich regelrechtes Zeitmanagement. Es ist nicht nur so, dass ich die ziehenden Handlungen bevorzuge, ich halte sie auch mit Nachdruck aufrecht und schließe so die Handlungen auch wieder ab.
Dank dieser Orientierung von mir richte ich meine Handlungen her und finde meine Position. Das verbindet und vereinigt meinen Bezug zu mir selbst zu einem Ganzen.
Der Schalck in mir dankt das durch seinen wiedergewonnenen Charme. Was ich mit meinen Mitmenschen für Erfahrungen mache, hat in meinem Dasein noch immer für lichte Momente gesorgt.
Gedanke
Jeder Mensch hat sich irgendwann einmal geirrt. Das habe ich so angenommen. Es geschieht kaum unerwartet, dass wir uns täuschen. Alles ist, was es ist. So erscheint es auch. Da drücken wir die Knöpfe. Wir bewegen diese Welt.
Impuls
In den Gedanken von mir vervollständigt sich allmählich ein Bild, meine Vorstellungswelt.
Das wird mein innerer Garten sein.
Dokumentation
Die Farben der Welt tragen eine Eigenschaft an sich, die sie alle vereint. Sie sind zueinander die ideale Ergänzung. Jede Nuance des Lichts hat eine Verbesserung der Sehkraft eingebracht. Jede Erscheinung in der Natur hat ihr Kraft und Schönheit verliehen.
Da sollen meine Gedanken wie die Farben sein und sich auch so auswirken.
Impuls
Unterschiede sind wie Illusionen. Täuschungen gibt es zuhauf in dieser Welt. Die Spiegelungen und Schattierungen der Dinge wundern uns zuweilen.
Dokumentation
In einer Diskussion sollte man genauso agieren können wie sonst auch.
Dokumentation
Jedes Werk bedarf einer Einführung, die auf dessen Inhalte, Umfang und den Grund der Erstellung eingeht. Da meine Arbeit von persönlicher Ansprache geprägt ist, möchte ich gezielt die Menschen erreichen, die sich darauf einlassen. Was ich hier vermittle, soll Freude wecken und gleichzeitig der Ausgangslage des Betrachters gerecht werden. Zudem möchten meine Schriften zum Verweilen einladen.
Für die Textsammlungen in meinem 'Baukasten' ist es mir wichtig, alle relevanten Inhalte langfristig zu bewahren. Was hingegen nicht hineinpassen würde, wird wieder entfernt. Die Arbeit daran hat mich nicht verbittert - im Gegenteil: Ich weiß, dass dieser Prozess einem Stufenweg gleicht. Es muss immer wieder ausgekehrt werden, was vom Guten abgefallen ist.
Ich fühle mich meinen Mitmenschen in diesem Dasein verpflichtet; für sie tue ich all dies. Wer mir am Herzen liegt, an den denke ich zuweilen. Da Kommunikation vom Austausch lebt, sollten meine Schriften klar und deutlich benennen, was das Fundament meines Lebens bildet.
Mit einer gewissen Routine vervollständige ich meine bestehenden Texte von Zeit zu Zeit. Anfänglich ist alles, was ich schreibe, nur bruchstückhaft. Erst die verschiedenen Stufen der Bearbeitung führen mich dazu, das eigene Schriftgut anzupassen. Was bereits formuliert ist, bringe ich auf Linie. Dabei bin ich durchaus rigoros vorgegangen: Ab einer gewissen Fehlerintensität habe ich das restliche Material eines Textes schlichtweg entfernt, was mir weitere Mühen erspart.
Meine Arbeitsweise mag monoton sein, doch sie wirkt klärend auf die jeweilige Sache. Indem ich die bekannten Dinge benenne, bringe ich sie voran. Nach und nach entdecke ich innere Bezüge in den sprachlichen Fragmenten und kann sie engmaschiger fügen. So findet zusammen, was zusammengehört.
Immer wieder betrachte ich mein Werk mit frischen Augen. Der Synchronizität meiner Gedanken bin ich auch hier treu geblieben und den spontanen Regungen meines Geistes stets gefolgt.
Ich schöpfe mein Werk aus dem eigenen Gedächtnis und nutze dafür mnemonische Techniken. Ich weiß, dass alles, was ich je erlebt habe, in vernetzter Form in mir existiert. Es ist fest in mir verwoben. Diese innere Realität lasse ich unangetastet, versuche ihr aber auf die Spur zu kommen. Das Spektrum meiner Leistungen spiegelt meine Begabungen wider. Dabei gilt das Credo: Das Lesen meiner Schriften soll befähigen - und genau so habe ich sie auch gestaltet.
Dokumentation
Da im Leben alles vom Verhalten des Menschen abhängt, habe ich mich sehr intensiv mit meiner inneren Sphäre und deren Erscheinung auseinandergesetzt. Ihr Vorkommen ist dauerhaft und doch immer wiederkehrend. Was ich in mir erschauen kann, betrachte ich völlig losgelöst von den Auswirkungen äußerer Arbeit in meiner Umgebung. Ich mache meine Hände frei und lasse sie sinken, ehe ich mich ganz auf diese Innenwelt einlasse. Einzig die Schwerkraft und ihre Wirkungslinie, das Lot, sind beständig präsent. Auch in diesem Moment halten sie mich unter Spannung.
Also stehe ich da und halte ein.
Als Mensch bin ich von Energien durchflossen. In diesem Augenblick richte ich mein Augenmerk ganz auf meine Atmung. Ich beobachte mich selbst und nehme wahr, was mich dazu bewegt, den nächsten Schritt im Rhythmus eines Atemzugs zu tun.
Ohne mein willentliches Zutun atme ich flach. Aus diesem Grund gebe ich mir selbst einen Impuls und verlängere die gegenwärtige Sequenz des Atmens. Meine Lungen werden bewusster geleert und gefüllt, und auch die Atempause dehnt sich aus.
Dies soll die Ursache für die Erschließung eines Nährbodens sein, der mich stärkt. Hier entsteht die Voraussetzung für jene Zündfunken, die im Leben so notwendig sind.
Impuls
Wer schnell macht, braucht länger.
Impuls
Lass Gedanken sein. Lass zu, was Du gedacht hast. Jeder Gedanke ist zu jeder Zeit zulässig. Also handle danach, wie Du bist, denn das Denken ist Teil Deines Wesens. Aus diesem Grund ist Dir dein Gedanke auch erschienen.
Dokumentation
Jeder Mensch partizipiert an seiner Umwelt durch das Gute, das er erzeugt. Seine Schöpfungen sind Geschenke an das Leben. Aus diesem Grund habe ich mich selbst wichtig genommen und bin aktiv geworden. Vor dem, was aus meiner Hand entspringt, habe ich größten Respekt. Die Schöpferkräfte eines Menschen sollen mir stets erhalten bleiben.
Genau so gehe ich auch mit meinem Werk um: Ich akzeptiere es vollständig, obwohl nicht alles daran glänzt. Doch gerade die fadenscheinigen Dinge, die ich hergestellt habe, liebe ich am meisten. Ich merke diesen Kreationen sofort an, wie sie zustande gekommen sind.
Meine Kenntnisse sind weitreichend und fundiert, doch ich muss mich diszipliniert an den Arbeitsprozess halten. Was ich in ordentlicher Weise bewirke, wird auch etwas taugen. So bin ich auf das Lot gekommen und habe damit begonnen, die Dinge ohne Verzerrungen zu erschaffen. Nun behalten sie ihre Proportionen bei und werden dadurch verwendbar.
Was verwendbar ist, kann auch verwertet werden.
In meiner Schreibwerkstatt lerne ich Deutsch. Mithilfe geeigneter Beispiele aus meiner Hand gelingt mir das. Was ich mir selbst vorlege, beackere ich intensiv. Dabei eigne ich mir Fähigkeiten an, die dieselben Eigenheiten besitzen - man könnte sagen, dass ich mich an das bestehende Spektrum anpasse.
Meine Schriften sind klar und eindeutig - bestenfalls entspricht dies der Wahrheit. So ist es gemeint, wenn ich den Istzustand davon mit dem Idealzustand gleichsetze. Dafür gibt es eine Regel: Da meine Texte fortwährend überarbeitet werden, bringe ich sie getreulich in die bestmögliche Form. Hierbei mache ich keine Abstriche.
Mein Wesen ernährt sich auch von meiner eigenen Literatur. Was ich mir selbst an Texten vorsetze, soll genau dafür geeignet sein.
Mit Bescheidenheit und Dank widme ich mich diesen Textsammlungen und ordne sie meinem Fundus zu. Ich will ein gutes Deutsch sprechen. Hat mein Ausgangsmaterial erst einmal die entsprechende Güte, wird mir das umso leichter fallen.
Da in diesem Leben alles auf der Anerkennung beruht, die man erfährt, habe ich das, was ich gut machen kann, zu Recht weiter verbessert.
Dokumentation
Vor Beginn meiner Arbeit sammle ich mich. Das bedeutet, dass ich nichts tue, was widerstrebt oder mich verausgabt. Meine Schaffenskraft setze ich auf eine Weise um, die unter den Menschen Gefallen erwecken soll. Das ist mein Anspruch an mich selbst. Ihn halte ich ein und suche nach verträglichen Wegen für das Notwendige.
Was ich leisten kann und leisten muss, soll zusammenpassen und sich ergeben. Dafür schaffe ich Voraussetzungen, dazu bereite ich mein Dasein täglich nach. Ich mache meine Hausaufgaben gerne und regelmäßig. Das damit verbundene Glück sorgt bei Erfolg für Gelingen. Das ist meine lustige Formulierung dafür, wie ich die Dinge bei mir einrichten möchte.
Zu Anfang stelle ich fest, wie ich bin. Das soll mir Klarheit verschaffen. Ich gehe von einer Vorstellung aus, die mich in einer ungünstigen Position verankert sieht. Mit Geduld heile ich für den Moment die bei mir auftretenden Schwächen. Ich nehme sie in Augenschein, um sie nicht zu übersehen. Zufriedenheit ist die Folge einer Transformation übler Gegebenheiten in schöne Momente. Was mich ausstattet, soll mir auch gefallen.
Meine Dinge nehme ich in die eigene Hand und erkenne, wie sehr ich doch nach der langen Phase der Erholung unrund laufe, ja aus der Mitte geraten bin. Das nehme ich so an, habe aber zumeist damit auch Recht. Meine Referenz habe ich zu Vorzeiten bestimmt. Sie soll auch jetzt dienlich sein und mich auf den richtigen Weg führen.
Das Gute ist das Werkzeug, das ich in die Hände nehme und mit dem ich gleich arbeiten werde. Es dient mir zu keinem Müßiggang, sondern es macht mein Werk sichtbar. Mithilfe dieses Gegenstands kann ich es erfüllen.
Das Werk hat eine vorgegebene Form, die es braucht, damit es verwendet werden kann. Sie wäre einzuhalten. Meine primäre Handlung ist auf diese Eigenheit der Erwartung an mich zugeschnitten. Ich schaffe die Voraussetzungen selbst, damit meine Arbeit gelingt. Das Arbeiten brauche ich nicht einzurichten oder zu lernen. Damit kenne ich mich aus. Was ich dagegen einrichten muss, sind die Voraussetzungen, die das Werk möglich machen sollen.
Die primäre Handlung ist die Anpassung meiner eigenen Körperhaltung. Erst wenn sie gut ist und ich mich zielführend bewege, beginne ich mit der eigentlichen Aufgabe. Ohne mich auf das Werkschaffen einzustimmen, gelingt mir wenig.
Das Erfüllen einer Aufgabe ist eine hinzunehmende Sache. Die Einrichtung all der dafür erforderlichen Voraussetzungen ist das Eigentliche, für das Kenntnisse und Vermögen gebraucht werden.
Ich erlaube mir hier einen bösen Kunstgriff und nenne die wesentliche Voraussetzung für mein Werkschaffen ohne Beispiel. Ich lasse das offen, um der Leserschaft keine falsche Vorgabe zu machen. Was für mich gelten soll, das würde für andere Leute nicht unbedingt von gleichem Rang sein. Ich möchte auch nicht, dass man den Weg verkennt oder gar auf unrichtige Weise nachahmt. So sage ich, was mir wichtig ist und lasse auch weg, was jeder selbst finden muss.
Niemand kann einem anderen Menschen etwas lehren, wenn die vermittelten Kenntnisse nicht bei ihm ankommen würden.
Dokumentation
Die jetzige Situation bringt für mich eine Konstellation mit sich, in der ich zu bestehen habe. Alles habe ich zuvor außer Acht gelassen und bin komplett da gewesen. Ich habe mich mit guten Freunden aus der Familie getroffen, aber jetzt muss ich wieder zurück zu meinen Sachen finden. Ich bin allein und möchte das Beste daraus machen.
Mit dem Willen zum Guten suche ich auch einen entsprechenden Weg für mich. Ich liebe dieses Leben, weil es mein eigenes ist.
Mittels dieses Bekenntnisses zu meinem Dasein bestehe ich schon einmal vor mir selbst. Ich lasse es gelten, was ich denke und spüre.
Alles halte ich aufrecht und setze meinen Weg fort. Kein Umstellen irgendwelcher Dinge führe ich durch. Ich würde unter diesem Aspekt nicht in das System der mich umgebenden Dinge eingreifen. Ich habe auch nichts ungeschehen gemacht.
Alles ist folglich so zulässig, wie es mir vorkommt.
In meinen Regalen befinden sich die Gegenstände, die sich über die Jahre bei mir angesammelt haben. Neben Schallplatten und Büchern sind dort auch rituelle Gegenstände aus der Praxis zu finden. Unter anderem bin ich in Besitz eines Donnerkeils.
Das ist ein Vajra aus dem Osten Asiens.
Auf deutsch sage ich Stößel dazu.
Die Verwendungsweise dieses Donnerkeils ist einfach zu erklären. Man kann mit ihm Kerne zerdrücken.
Das mache ich auch so. Immer dann, wenn ich vor einer unlösbaren Aufgabe stehe, wende ich dieses Objekt in virtueller Weise an. Ich stelle mir vor, dass ich die Verbindung zwischen dem Problem und der damit verbundenen Schwierigkeit aufsprengen kann.
Trennt sich das Problem von der damit verbundenen Schwierigkeit, lassen sich Spreu und Weizen voneinander trennen. Kern und Schale fallen auseinander.
Das hilft bei den zu knackenden Nüssen ebenfalls.
Nun sind diese Knacknüsse gerade die realen gedanklichen Herausforderungen eines Menschen. SIe machen mir zu schaffen.
Mit dem Donnerkeil als visuelles Objekt, aufbewahrt in einem der Regale meiner Wohnung, habe ich das Werkzeug gleich zur Hand, das ich dafür brauche. Es genügt der Gedanke daran, um die Idee freizusetzen, dass ich die Knacknuss spalten kann.
Da mir das hilft, weiß ich, dass die virtuelle Vorstellung vom Einsatz des Donnerkeils bereits der richtige Ansatz für die unlösbaren Aufgaben meines Lebens ist. Solche gibt es scharenweise. Sie kommen situativ in unerwarteten Momenten oft vor.
Es beruhigt mich, dass ich weiß, was ich zu tun habe.
Es möchten andere Alexander den Größen bewundert oder gar für seine Forschheit verehrt haben, den gordischen Knoten zu zertrennen ist keine Leistung gewesen. Das ist nicht einmal ansatzweise eine neue Idee gewesen.
Das Bild des Donnerkeils gibt es seit ewigen Zeiten. Selbst das Klopfen mit zwei Steinen aufeinander verkörpert dasselbe Prinzip.
Dabei wird ein Kern zerrieben.
Dokumentation
Es wäre unwahrscheinlich, dass der Mensch sich mit Erfolg über die Gesetze der Natur hinwegsetzen kann. Es wäre aber auch falsch, anzunehmen, dass er ihnen grundlos unterliegen muss.
Das Denken von mir sollte nicht von Beliebigkeit zeugen. Sie habe ich zuerst ausgemerzt.
Es würde mir nicht egal sein, was mir in diesem Dasein geschieht. Was mit mir jetzt los ist, wird davon abhängen. Also achte ich darauf.
Als Mensch bin ich so wertvoll und wichtig, wie es jeder andere auch sein sollte. Darum darf man wissen.
Von Bedeutung ist mein Leben in der gleichen Weise. Da stehe ich für das Ganze ein, was mich ausmacht. So komme ich klar.
Das begründet mein Glück in diesem Dasein und macht mir etwas aus. Ich empfinde. Ich denke darüber nach, was das ist, was ich spüre.
Eines kommt zum anderen und fügt sich ein. Aus Blumen werden Wolken. Aus Autos werden Illusionen.
Die Bedingungen meines Lebens kann ich erkennen und in aller wahren Eindeutigkeit benennen. Was nicht von sich aus wahr geworden ist, würde auf Dauer keinen Bestand haben.
Was ich glaube, das erkenne ich an. So sind mir gewisse Kräfte gegeben, ein Vermögen besteht.
Ich werde in meinem Dasein mit der Welt konfrontiert, wie sie andere Leute erfahren. Ich muss mich in ihr durchschlagen. Das geht für mich am Besten auf meine eigene Art.
Impuls
"Wir machen hier Psychotherapie." Das sagt der Therapeut zur Psyche. Darauf erwidert Psyche: "Wenn sie meinen, dann machen wir das."
Impuls
Der nächste Gedanke wird der wahre Zugang zu meinem inneren Erleben sein. Er ist zurecht aufgetreten. Eines folgt auf das andere. Alles ist an seinem Platz.
Impuls
Ich liebe es, die Worte zu verdichten. Was ich schon einmal gesagt habe, das bringe ich dabei in die richtige Form. Dadurch wird das Wahre spruchreif.
Dokumentation
Zwei Momente setze ich für mein Werkschaffen voraus, die zusammenkommen müssen, damit ich an meinem Werk arbeiten kann.
Zum einen wäre da der Rahmen für mein Werk zu nennen. Er nimmt die größten Kräfte auf und fängt die Stöße ab, die daraufhin mich treffen werden.
Zum anderen brauche ich einen Gegenstand, mit dem ich meine Gedanken häkeln kann.
Knoten für Knoten bildet sich das Gewebte und wird zu einem Tuch.
Im ersten Schritt habe ich meine bestehenden Texte vervollständigt. Gleich einer mathematischen Umformung habe ich die ihnen enthaltenen Ideen auf eine neue Weise dargestellt. Dabei sind zusätzliche Blickwinkel auf die gleiche Sache möglich geworden. Ich habe durch manchen Türschlitz gespickelt.
Die Räume, die ich dort gesehen habe, habe ich nicht immer sofort betreten.
Darum sage ich, dass meine Schriften noch grundsätzlich unvollständig sind. Ob ich die ganze Burg einmal kartographieren kann, das wüsste ich jetzt noch nicht zu sagen. Aber ich habe schon einmal damit angefangen.
Mit jeder Vervollständigung meiner Schriften ist das Bild in meiner Vorstellung mehr zu dieser Burg geworden, die ich mit ihrer Hilfe nachgebaut habe. Der Sinn der Worte wird so besser hervortreten, ja, es ist jetzt bereits sichtbar geworden, um was es mir in meinem Werk geht. Die Trutzburg meines Geistes ist eine, die nicht nur ihresgleichen gesucht hat, sie besteht bereits auf mehrfache Weise.
Das verstehe ich unter wahrer Dichtkunst.
Der Amboss ist wie ein Mühlstein die Grundlage für das Werk. Es wird auf ihm gebildet und so die Welt gefügt.
Was wir mit Worten beschreiben können, das werden wir auch erkunden.
Ein Gedicht
Unvollendete Gedichte,
wie man sie von mir kennt,
bringen mich zum Weinen.
Ich möchte nichts verneinen.
Es ist mir nicht egal gewesen,
was mir da erblüht.
Da hänge ich an einem seidenen Faden.
Mein Dasein, es ist trist.
Es ist schwierig, dass es so ist.
Nicht einmal die Freude besucht mich heute.
Da muss ich schmunzeln, da will ich lachen.
Ich muss auch mal alberne Sachen machen.
Das habe ich im Blut.
Es geht mir gut.
Ich bin zufrieden.
Abgeschieden,
fernab meiner eigenen Gedanken
liegt die Welt gewisser Weise in ihren Schranken.
Da denke ich nach und werde wach.
Was auch immer geschehen soll, das mache ich nicht für mich allein.
Nein, es wird auch meine Isolde von mir bedacht, im Glücke, fein.
Was auch immer etwas bedeuten wird,
ich mache es keinesfalls wahr,
wenn man mich trollt.
Wenn man mich plagt,
bekomme ich graues Haar.
Das lasse ich besser.
Ich lasse darum alles sein.
Ich bin doch nicht dumm,
bin ich auch noch so klein.
Gedanke
Wenn der Weg frei von mir gewählt werden kann, dann wird mich meine Entscheidung in der Regel limitieren.
Etwas weiß ich gut. Jedes weitere, gedachte oder ausgesprochene Wort beschränkt mich. Halte ich daran zu lange fest, kostet mich das etwas.
Dieses Dasein ist stets mit einem schweren Los verbunden. Das Leben ist unerbittlich.
Impuls
In jeder White-Box ist eine zusätzliche Black-Box enthalten. Sie würde durch nichts im Voraus festzulegen sein.
Das gilt auch bezogen auf frühere Zustände einer Sache.