Impuls
Die Ordnung mit ihrem Glanz kommt vom Himmel herab und ist auf greifbare Weise allen Dingen enthalten.
Hier auf der Erde schlagen die Informationen dagegen wie Blitze ein und bringen alles zum Wanken.
Idee
Eine Struktur ist etwas, ohne das alles nicht auskommen würde. Darum bestehe ich auf die Ordnung der Dinge. Sie bewährt sich bestenfalls.
Das Gute habe ich richtig verstanden. Alles hat seine Form und sein Aussehen. Man kann es fühlen und spüren, was eine Sache ausmacht.
Ich erkenne an, dass die Strukturen nicht die einzigen Phänomene sind, für die es einen festen Platz in der Welt gibt. Es gibt weitere Entitäten, die von gleicher Bedeutung sind.
Die Verschränkung der superioren Mächte als Größenordnungen im kosmischen Gewebe halte ich für gegeben und bekannt.
Gedanke
Eine Haarbreite an Freiheit genügt für alles.
Gedanke
Unabhängigkeit ist eine bedeutende Wegmarke auf meinen Wegen in diesem Leben.
Gedanke
Jede Sache hat gewisse Freiheiten zu eigen, die sie ausmachen. Daran kann ich sie erkennen. So etwas macht viel aus.
Auch für mich als Mensch gilt das. Mein Verhältnis zu den Freiheiten habe ich geklärt. Sie stehen im Einklang mit meiner Lebensführung. Das wird so natürlich wahr sein.
Was meinen Leib betrifft, trifft zu, dass mich seine Erscheinungsweise stets bedingt hat. Im Mindesten trage ich eine eigene Veranlagung an mir, die mich mal gut und mal schlecht vor meinen Mitmenschen aussehen lässt. Das Phänomen selbst ist absolut, aber was die Menschen sich denken, wird ein sehr relativer Moment sein.
Gedanke
Etwas habe ich in diesem Dasein für mein Leben vorausgesetzt. Ich habe mich selbst als unfreies Wesen angenommen. Dazu bin ich einmal inspiriert worden.
An diesen Zustand habe ich mich schon gewöhnt.
Von dieser Warte gehe ich in diesem Leben los und finde für mich nach Möglichkeit einen guten Platz in dieser Welt.
Weil es heute bereits klar ist, habe ich mich auch dazu bekannt, was mir gegeben ist. Ich glaube an die Erforderlichkeit meiner Einsicht.
Dokumentation
Mein Ziel wäre es, klarzukommen. Aus diesem Grund untersuche ich die wahren Gegebenheiten meines Daseins auf ihr Gefüge. Ich möchte beständig sein und wirken können. Als Kunstschaffender wird das von mir erwartet.
Also habe ich nachgedacht.
Ich setze das Spiel der Gedanken mit dem Spiel Tetris gleich. Gewisse Eigenschaften sind für beide Spiele gleich. Auch bei Tetris klärt sich etwas, sobald man die Vollständigkeit einer Ebene geschafft hat.
In Gedanken gibt es stabile Ebenen, die mich immer wieder klarkommen lassen. Ihr Rand ist eindeutig zu erkennen. Die Begrenzungslinien einer Ebene ergeben das Plateau, auf dem ich mich befinde. Diese Begrenzungslinien habe ich festgestellt.
Es ist die Analogie zum Spiel Tetris: Eine gewisse Eindeutigkeit führt zur Klarheit.
Damit habe ich eine Metapher dafür gefunden, wie sich bei mir etwas klärt. Man sollte mir zugestehen, dass ich solche Klärungen brauche und sie auch einfordern werde.
In die Zukunft gerichtet bin ich gegenwärtig. Der eigene Horizont hat auch diese Komponente. Von meinem gedanklichen Hochplateau aus sehe ich weit.
Da bin ich keineswegs einfältig geworden.
In diesem Zustand, wie er gegenwärtig für mich ist, finde ich mich ein. Schleppe ich mich auch aufgrund der eigentlichen Schwäche von mir durch dieses Leben, so ziehe ich mich doch immer wieder aus dem Sumpf der Lethargie.
Sie ist nicht zu übersehen.
Wer mich kennt, weiß darum, wie es mir geht.
Als Phönix stehe ich im Feuer. Alles um mich herum brennt. Meine Aufgabe wäre es nicht, dass ich davonfliege. Nein, weit gefehlt. Ich bin nach wie vor das, was ich bin. Hier bin ich nicht weggegangen und hier würde ich auch nicht wegkommen.
Ich tue vielmehr alles dafür, dass es wieder gut wird.
Impuls
Eine Auffaltung der eigenen Kräfte sorgt für meine Zufriedenheit. Was ich getan habe, das hat mit Arbeit etwas zu tun.
Meine Leistungen bewirken etwas. Was ich freigesetzt habe, das ist jetzt da.
Eine Realität, in der ich nicht schöpfen würde, was ich brauche, existiert nicht. Die Fähigkeiten von mir setze ich um und lerne dabei meinen Weg kennen. Was ich wahr gemacht habe, für das habe ich auch ein innerliches Äquivalent im Besitz. Es ergibt einen Eintrag auf den goldenen Platten, die für mich stehen sollen und die definieren, was mein Dasein ausmacht.
Ich habe sie als goldene Platten bezeichnet, weil das Bewusstsein von mir etwas braucht, was griffig und bezeichnend zugleich ist.
Diese Symbolik setze ich gerne ein.
Da spinne ich weiter an meinem goldenen Faden. Ich beziehe mich stets auf ihn.
Die Symbole für die essentiellen Dinge dieses Daseins sind frei wählbar. Das Gewählte stellt für mich eine Bedingung dar. Darum tue ich gut daran, auf meine Festlegungen zu achten.
Ich kann zwar tun, was ich möchte, aber alles Beliebige ist herabgefallen und hat sich im Sand der Zeit verloren. Gefahrenfrei würde nichts zu bewerkstelligen sein.
Gedanke
Aphorismen haben eine Aussage. Das Handeln des Menschen hat einen Wert.
So haben auch meine Bemühungen ihre Bedeutung für meine Sache.
Ich wende eine regelrecht durchdachte Kombinatorik auf meine Schriften an. Gewisse Berechnungen habe ich einfach in sie integriert.
Für mich ist Sprache eine Form des Menschen.
Impuls
Es ist wahr, dass ich bereitwillig anerkennen werde, was mich zum jeweiligen Moment ausmacht. Es ist mir erforderlich erschienen, die anderen Menschen in meinem Umfeld zu bestätigen. Das mache ich auch bei ihren Beobachtungen so, die sie geäußert haben.
Das Gute halte ich ein. So ist mein Weg.
Was geschieht, das habe ich nicht bewirkt. Ich bin kein Urheber zusätzlicher Werke. Ich stehe für mich ein, aber alles möchte ich nicht ertragen müssen.
Impuls
In der Welt hat alles Bestand, was von sich aus wahr geworden ist.
Impuls
Ich könnte Dir nicht sagen, wie es geht, aber ich kann Dir sagen, dass es geht.
Dokumentation
Als meine Aufgabe und Bestimmung in diesem Leben sehe ich es an, meine schon geschaffenen Werke zu verwalten.
Es ist mir wichtig, was aus ihnen wird.
Gedanke
Habe ich erst einmal die Balance meiner inneren Sphäre wiederhergestellt, kann ich auch wieder vorsichtig sein.
Dagegen bin ich nur chaotisch, solange alle Kräfte in Abstimmung mit einer äußerlichen Sphäre gehalten werden müssen.
Ich erkläre mich für zuständig und enthalte mich.
Das soll die erste, willentliche und auch korrekte Form für die Initialisierung der Ruhe an mir sein.
Was Wahrheit ist, das mache ich selbst mit mir aus. Was gut sein wird, ist meine Unabhängigkeit von mir, weil sie mich eigenständig macht.
Impuls
Wer die Menschen zum Abgrund führt, der richtet etwas an. Ihn dafür zu bestrafen, dass er dabei Zuspruch erhält, wäre kaum möglich.
Über die Klippe gesprungen sind schon viele. Manchem hat das für einen kurzen Moment noch gut getan. Dabei wird alles falsch sein, wenn man das tut.
Ich weise darauf hin, dass es nicht meine Aufgabe sein würde, die Menschen vom Abgrund fernzuhalten. Diese Welt ist gut. Alles in ihr ist wie sie.
Gedanke
Jedes Lebewesen hat vollkommen zurecht Anteil an den natürlichen Gegebenheiten in dieser Welt.
Gedanke
Als Verfechter einer Archäologie des Gegenwärtigen habe ich die Funktion eines Kartographen eingenommen. Ich schreibe an einem Buch für alles. Nichts habe ich dabei ausgespart.
Das Spektrum meiner Worte ergibt sich. Jedes Wort legt etwas fest. Kenntnis davon zu nehmen, hat bedeutet, darum zu wissen, was ich gesagt habe. Bedeutsam sind jene Passagen und Phrasen, die ich auslasse, weil sie gegenteilig sind. Zu jeder positiven Form gibt es auch eine negative.
Da schreibe ich von dem Guten, weil es da ist.
Um nun die Kataster in meinen Büchern mit etwas Nennbaren zu füllen, brauche ich begrifflich erfassbare Ordnungen für die Gegebenheiten meines Lebens. Dazu bilde ich Texte. Sie stellen dar, was ich meine.
Diese Ideen muss ich in mein Denken aufnehmen, also integrieren. Dazu berücksichtige ich mein Werk.
Es bildet einen Fundus.
Ich arbeite ausschließlich am eigenen Fundus.
Erst danach, nachdem ich mir einen Zugang zu meinem Arbeiten erarbeitet habe, gestalte ich das Eigene neu.
Als Hilfsmittel verwende ich bereits bestehende Texte. Gewisse Worte verwende ich als Schlüssel oder Knoten; vor allem die Namen und Bezeichnungen der tatsächlichen Elemente und Elementare in dieser Welt.
Als Sprachgestalter orientiere ich mich bei der Satzbildung an den Verben. Ich finde sprachliche Sequenzen, die mehr oder minder klar die gewünschte Aussage treffen.
Dafür gibt es Hürden. Sprachliche Sequenzen bedeuten immer etwas und ergeben immer eine Aussage. Der Abgleich des Geschriebenen mit der eigentlich vorgesehenen Erklärung wird also erforderlich sein.
Manchmal kann etwas erst dann geklärt werden, wenn genug Gras nachgewachsen ist und sich das dafür benötigte Mana wieder gebildet hat.
Bis dahin muss ich ruhen und pausieren.
Als Kartograph baue ich meine Kataster mit Hingabe auf. Ich finde zu den Ordnungen, die bei den Namen und Bezeichnungen ihren Anfang gefunden haben. Alles weitere sollen eigentliche Zuordnungen zu diesen einfachen Entitäten sein.
Diese Vorgehensweise ist jetzt schon einmal schlüssig dargelegt. Sie führt zu einem gewissen Minimalismus, weil ich alles weglasse, was schlecht und unbrauchbar sein wird.
Wer der Logik seiner Worte Bedeutung beimisst, der möchte auch klar sprechen können. Ich selbst schule mich anhand meiner Texte darin. Ich suche nach einer guten Form für sie, weil ich mich an die verbesserte Form der Sprache gewöhnen möchte.
Ich verspreche mir viel davon, von meinen Mitmenschen gut verstanden zu werden.
Bislang betreibe ich eine Schlingerfahrt im Gefilde meiner Innenschau. Diese Form der Selbstbetrachtung liest sich mehr oder minder holprig.
Idee
Etwas ist an mir, was mir vieles abverlangt. Es wirkt sich aus, aber ich habe es weder gebildet noch formen können. Damit habe ich keine Kontrolle darüber. Dennoch ist es vorhanden und ein Teil meines Erlebens, meiner Existenz.
Es ist ein oszillierendes Etwas, das im Nu alles verändert. Was mich ausmacht, steht keinesfalls fest, solange ich meine Stabilität nicht wiederherstelle.
Im Blick habe ich diesen Oszillator, sobald ich etwas auf den Punkt zu bringen versuche. Was ich da festmachen will, sprengt meine Kraft. Mein Fokus gleitet davon ab. Ich rutsche weg und verlasse darum die Zone der Beherrschtheit. Das Gefühl ist gut, aber es ist auch irritierend, so etwas zu erfahren. Was ich dabei verspüre, nehme ich als gegeben an. Es lässt sich kaum ändern.
In Gedanken fasse ich mich jetzt. Dieser unwägbare Punkt ist ein oszillierendes Etwas, weil er instabil ist, verglichen mit dem Rest von mir. Dabei wird er nicht allein instabil sein, er verbreitet oder verströmt diese Erregung sogar.
Es ist ein höheres Prinzip, das da im kleinsten Punkt wirkt.
Die feurige Sphäre ist der Schmelztiegel allen Seins.
Das habe ich gedacht und mir in Analogie zum Punkt Bindu im Shri Yantra klar gemacht, dass es seine Richtigkeit hat, was ich da wahrnehme.
Der Schmelztiegel im Inneren der Konstruktion dieses Yantras hat eine klare Aufgabe, die ihm seine hohe Bedeutung verleiht.
Alles löst sich in seiner Zone, alles gerät dort aus den Fugen.
Dauerhaft würde ich dort nicht verharren wollen. Darum entferne ich mich kategorisch von seiner Nähe.
Ich suche meinen Weg.
Dokumentation
Was ich schreibe, entspringt keiner Quelle, die es ohne mein Zutun gibt. Meine Schriften sind die vereinigte Wiedergabe meiner heutigen Kenntnisse. Ich baue mit ihrer Hilfe meine Basis aus. Sie ist eine Station der eigenen Bezüge, ein Schaltschrank im Kosmos.
Dank der Kombinatorik habe ich gelernt, mit Worten zu basteln. Ich gehe mit meinen Schriften so um, wie ich es gelernt habe.
Ich stelle fest, dass viele Jahre dafür erforderlich sind, um diese Durchdringung und Reichweite im Werk zu erreichen.
Aber was ich auch immer hier eingebracht habe, ich muss mich davon lösen können.
So kommt es, dass ich es ruhen lasse. Meine Arbeit resultiert nicht nur in der Bildung eigener Fertigkeiten und Kräfte, sie erschöpft mich auch.
Der Rückübertrag aus der Herstellungsphase wie auch aus der Beschäftigungsdauer gipfelt in einer vollkommenen Verausgabung und ihren komplexen Auswüchsen. So etwas schädigt ungemein.
Aus diesem Grund lasse ich ab. Gehe ich auch oftmals nach der Betätigung an meinem Werk leer aus, so wird es doch gut sein, dass ich damit weitermache. Die Pause im Nachgang habe ich mir verdient.
Dokumentation
Die Kraft eines Menschen resultiert aus seinen Erfahrungen. Alles andere wäre konstruiert, instabil oder weniger wert. Ich bin, was ich bin oder ich wäre ein Zombie. Als Untoter wäre ich weder lebendig noch engagiert.
In einem Zuspruch habe ich keine Relevanz gesehen, wenn er nur erklingt, aber nicht wahr sein würde. Was ich brauche, ist schon gegeben. Es ist bereits da.
Ich glaube an diese wirksame Form. Es hat nichts daran gefehlt.
Ich lebe, aber ich wäre nicht der Lebendige. Das macht einen Unterschied.
Mein Glaube rührt von der feinen Abstimmung des Gesagten, das zwischen den Tönen zu vernehmen ist.
Ich finde am Wort des Menschen keinen Nährwert, wenn da Bekenntnisse herausgepresst werden, die morgen schon ungültig sind.
Das Regelwerk in meinen Schriften ist stringent in diesem Punkt. Jedes gute Wort kann ein anderes gutes Wort ergänzen.
Die Absage an Konstruktionen ist der wahre Wert in meinem Werk, den ich verständlich machen möchte. Was auch immer ich schon gesagt habe, ich sage es zurecht auf diese Weise oder ich werde prüfen, ob es noch Bestand hat.
Gedanke
Eine Umkehrung des Beständigen hat eine irrelevante Wertigkeit. Was es gibt, wird durch einen bestimmten Artikel in meinen Schriften getragen.
Unbestimmte Artikel setze ich ein, wenn die Unklarheit das Spezifische ausschließt. Dann ist es eine Sache, aber nicht die Sache, um was es geht.
Ohne Artikel sind nun genau jene Wertigkeiten, die weder unscharf zu bestimmen noch existent sind. Ihr Vorkommen ist rein sprachlich und muss nur durchscheinen.
Ähnlich sehe ich es mit den Wortbildungen. Wortbildungen sind eigentlich Verzerrungen.
Ein Alchemismus ist nun gerade keine Alchemie, sondern eine verfremdete Form davon.
Auf was möchte ich hinaus?
Ich lege Wert auf den Genitiv in meinen Schriften. Dieser Kasus ist zu verwenden, wenn das Wort auf eine Person zu beziehen ist. Ich möchte ein Beispiel geben.
Das Geschenk Gottes ist das Geschenk an Gott.
Das Wort Gottes wird also auch das an Gott gerichtete Wort sein.
Dieser Sachverhalt ist vollkommen klar. Der Genitiv hat diese Verwendungsweise.
Da es sich hierbei um eine klare Aussage handelt, die auch zu prüfen sein wird, sollte man erkennen, ob meine Aussage einer Prüfung standhält. Tut sie das, wird sie wahr sein.
Folglich ist sie wahr und nicht auch wahr.
Was auch wahr ist, ist nur zu einem ungewissen Anteil wahr.
Was auch richtig ist, ist nur zu einem gewissen Anteil richtig.
Wer sich auf klare Weise geäußert hat, der muss auch anhören, was ihm auf seine Rede hin erwidert wird.
Wer etwas festgelegt hat, das für mich gelten soll, der muss es für sich in gleicher Weise anbringen, wenn es wahr sein soll.
Die Integrität eines Daseins ist genauso wichtig wie die Integrität eines Lebens. Nur wenn beide Zustände miteinander übereinstimmen, herrscht Harmonie vor.
Eine Harmonie ist für das Maß der Dinge aus gleichem Grund wichtig. Wenn sich ein System von Größenordnungen chaotisch verhält, wird es nicht zu beherrschen sein.
Die Natur verlangt von uns, dass wir das Menschendasein vollständig erfüllen. Sie macht Abstriche, sobald wir in Teilbereichen versagen.
Dokumentation
Das Lot wird ziehend verspürt. Ein Gegenstand in der eigenen Hand wirkt auf mich. Seine Kraft besteht wegen der an ihm angreifenden Schwerkraft.
Diese Eigenkraft hat jeder Gegenstand in meiner Hand.
Bei meiner Morgenroutine stelle ich mich auf meine Umgebung ein. Dazu zähle ich auch die Wahrnehmung des Lots, welches an allen Gegenständen wirksam ist. Mittels der Eigenkraft zieht ein Gegenstand stets entlang der Wirkungslinie des Lots mit einer gewissen Kraft an meiner Hand.
Einfach nachzugeben, das kommt nicht in Frage. Aber es wäre unsinnig, dagegenzuhalten.
Ich verhalte mich zu solchen Dingen neutral. Das bedeutet, dass ich mir eine Ebene suche, auf der ich meine Hand halten möchte.
Um nun meiner Bewegung ihre Grundform zu verleihen und um körperliche Dysfunktionen ausschließen zu können, bewege ich mich nach vorne mit der Hand. Das mache ich entlang der von mir gewählten Ebene. Den Gegenstand in der Hand halte ich derweil in seiner Ausrichtung gemäß der Richtung des Lots.
Das geht sehr einfach, wenn der Gegenstand lang, dünn und zudem nicht zu leicht ist. Es eignen sich Pinsel und Stifte für diesen Vorgang.
Im Grunde mache ich auf diese Weise meine Haltung wieder flott. Bin ich auch eingerostet, so löst diese massierende Form nach und nach wie von Zauberhand die Verspannungen im Oberkörper. Die Schultern werden wieder frei beweglich.
Für diese Morgenroutine verbrauche ich meistens ein bis zwei Blatt Papier. Ich ziehe gerade Stiche von mir aus nach vorne und halte dabei den Pinsel oder Stift senkrecht. Ganz nebenbei lerne ich meine augenblickliche Empfindsamkeit erneut kennen und kann sie wahrnehmen. Während der Gegenstand in meiner Hand über das Papier gleitet, tastet meine Hand die resultierenden Vibrationen auf dem Untergrund ab. Die Hand wird so zum Seismographen. Meine Form macht meine Nervosität oder Ruhe sichtbar.
Zwischendurch halte ich ein oder hebe den Stift mit der Hand etwas an. Das lässt mich spüren, wie ich die Hand zu halten habe und ich kann so die Einheit meiner Sphäre zulassen.
Mittels dieser Routine komme ich in einen Flow. Somit kann ich bald schon wieder tätig werden.
Gleichzeitig hilft es mir, dass meine Verspannungen gelockert werden. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht permanent auf der Bremse stehe oder diese gar verklemmt ist.
Es wäre nützlich, diese Befreiung von Beeinträchtigungen regelmäßig am Morgen in der Frühe durchzuführen. Davon verspreche ich mir vieles.
Kennengelernt habe ich diese Technik während eines Malkurses zur ostasiatischen Malerei in meiner Heimatstadt. Die von mir hier ausgeführten Worte sind aber das Resultat eigener Überlegungen.
Impuls
Der permanente Drang nach Veränderung ist das eindeutige Anzeichen einer Stasis.
Die Beständigkeit der guten Dinge ist der Grund für ihre Natur und sollte von uns erkannt und bestätigt werden.
Impuls
Als Mensch bin ich von verschiedenen Prozessen abhängig, die mich durchlaufen.
Meine Organik beinhaltet sowohl den Durchlauf der Substanzen durch meinen Leib als auch das reduzieren und steigern dieser Einflussgrößen.
Auf mentaler Ebene bin ich sogar imstande, Dinge zurückzuhalten, von mir fernzuhalten oder zu kanalisieren.
Impuls
Streng genommen bin ich das Subjekt und habe darum eine entsprechende Wahrnehmung. Da sie passiv und aktiv vorkommt, werden auch meine Taten von subjektiver Natur sein.
Diese Sicht auf mich ist objektiv.
Impuls
Getreu dem von mir praktizierten Yoga wende ich eine wechselnde Routine an. Ich führe nach der Sammlung und Reinigung durch Tiefenatmung Formen, die mich anstrengen im Wechsel mit solchen Haltungen, die leicht und schön sind, durch.
So ist mein Stand für viele Jahre schon gewesen, aber jetzt habe ich mit dem Begriff der Sphäre eine Möglichkeit gefunden, dieses Prinzip der Abwechslung auf ein besseres Niveau anzuheben. Diese Gelegenheit will ich nutzen.
Dazu zwei Gedanken als Postulate:
Bewegungen sind Formen, die mich herausfordern. Sie können anstrengend sein und verausgaben.
Haltungen in Schönheit und Ruhe verleihen mir Kraft durch Würde und Resilienz.
Der Form in Bewegung ordne ich jetzt den Begriff zu, dass sie in Prozesse involviert ist, die mit weiteren Dingen korrespondieren können und darum von mir Aktivität abverlangen. Diese noch ungenannten weiteren Dinge sind es, die mich so stark einspannen und betreffen.
Haltung und Schönheit tragen dazu bei, dass ich die innere Sphäre an mir wahrnehmen kann. Da ich sie von außen her in meinem Inneren aufrufe, wird sie auch wie eine Vorstellung sein. Sie sollte unberührt bleiben und mich ‘erleuchten’. Ihr Glanz ist ordentlich, er wird in der neutralen Hülle durch meinen Leib gebunden und bleibt von mir auch nach einiger Zeit noch unberührt. Ich breche die innere Sphäre keinesfalls auf. Ich störe nicht ihre Einheit.
Somit ist die innere Sphäre synonym zum Ganzen und wird von mir in Ruhe gelassen. Die somit resultierende Form der Resonanz ist beruhigend.
Der Moment einer Bewegung wird dazu gegenteilig - aber synonym zu einer Integration meiner selbst - ein äußeres System der Arbeit sein. Hier kann ich die Spur finden, die mein Joch ziehen soll und den Wall erzeugen, der sich mithilfe dieses Pfluges aufwirft.
Das sollte für die Größenordnung des Moments unter Kraft stehen.
Dagegen wird die Einheit der inneren Sphäre für den Moment ohne Krafteinwirkung stehen.
Diese beiden Prinzipien sollten direkt aufeinanderfolgen. Bei einer Übungsabfolge sollte es mehrere Durchläufe der einzelnen Übungen geben dürfen (Zahlenwerte 1, 3, 7, 12, 18 (?), 30). Daraufhin erfolgt der Wechsel zwischen den beiden Polen der Anstrengung durch Kraftentfaltung und der Schönheit des Wahrgenommenen.
Getreu diesem Mechanismus gewinne ich die Kontrolle über sehr viele, an mir wirksame Prozesse. Natürlich wird sie wie der Denkfluss in meinem Bewusstsein auch vorübergehend sein. Im Nachgang lasse ich alles immer wieder aufs Neue in den Bereich der autonomen Regulierung durch das Unbewusste an mir zurückfallen. Es wird somit nicht länger von mir kontrolliert.
Damit habe ich jetzt die ursprüngliche Form der Abwechslung um den Begriff der inneren Sphäre und den Begriff der Arbeit erweitert.
Gerade das Prinzip des Wechsels beugt Ermüdung und Verschleiß vor. Es macht zudem stark und ausgeglichen, also schön.
Das soll jetzt einmal nachwirken.
Gedanke
Die Anzahl einer Wiederholung beim Üben der Haltungen im Yoga hat Relevanz.
Im gewöhnlichen Umfeld ist Yoga mit seiner Praxis etwas Besonderes, für das wir Geduld, Zeit und Liebe aufbringen. So gehen wir an die Stunden heran, zu denen wir uns in Abgeschiedenheit selbst die Widmung zukommen lassen, die Yoga voraussetzt.
Nun folgt eine Erläuterung der Zahlenwerte:
Ohne Wiederholung einer Übung ist diese einfach durchlaufen worden.
Mit drei Wiederholungen belege ich schwierige, anstrengende oder umfangreiche Übungen.
Mit sieben, zwölf oder eventuell achtzehn Wiederholungen belege ich die Übungen zur Sammlung und Kontemplation.
Leichte, gut wiederholbare Übungen führe ich gerne dreißig mal durch.
Die Regulierung, die dank einer gleichbleibenden Wertigkeit der Wiederholungen erfolgt, ist fundamental wichtig für die zu erzielende Qualität der Übungen.
Zugleich werden Erwartungswerte gesetzt und die Psyche mit ihrem großartigen, unbewussten Hauptanteil, der uns das Licht des Bewusstseins schenkt, nicht übergangen. Es wird für sie zu erkennen sein, womit sie zu rechnen hat. Das wirkt sich regulär auf gutartige Weise aus.
Im gleichen Modus wende ich meine sonstigen Übungen an, die zumeist nicht direkt mit Yoga zu tun haben.
Ich setze somit ein klares Zeichen für die Erforderlichkeit von Abstimmung und Absprache, gerade auch mit der mentalen Komponente des unbewussten Anteils von uns, dem Hauptanteil der psychischen Energie, die uns stärken und gut tun soll.
Was man mit einer Anzahl an Übungen koordiniert zu erfüllen vermag, lässt sich auch auf Teile der Formen und auf zeitliche Gegebenheiten (die Sekunde als Dauer, Anzahl der Herzschläge je Einheit einer Form) anwenden.
Um das Ganze komplett zu machen, setze ich einmal ein paar Begriffe zueinander ins Verhältnis:
asana - Einheit
bandha - Enthaltung oder Zuspruch, aber auch Abgrenzung und Öffnung
dharana - Innehalten
samadhi - Kontemplation
tejas - Glut, aber auch die unbeugsame Kraft, die nicht gehalten werden kann
siddhi - Zustände von besonderer Natur (leichter werdend, schwerer werdend, anwachsend, kleiner werdend, etc.)
sarva - das Ganze betreffend
ardha - halbseitig, nicht ganzkörperlich, ggf. leicht
gariman - Gewicht, aber auch Würde
Das lasse ich jetzt so stehen. Die Liste sollte spielerisch angenommen und nicht mit einem Gesetzestext verwechselt werden. In meinen Schriften sind generell weder Ge- noch Verbote enthalten. Was ich schreibe, dient der Kenntnisnahme und Beachtung. Mehr wird dafür nicht getan, mehr wird dafür aber auch nicht gebraucht.
Es ist eine Sache des Anstands, kein neues Werk der göttlichen Offenbarung zu verfassen. Was gebraucht wird, ist die Aufklärung, die das Ursprüngliche noch in sich trägt und so bewahrt, was beständig wirkt.
Die Schöpfung eigener Schriften erfolgt bei mir unter diesem Gesichtspunkt.
Der Umstand, dass es dennoch Zauberbücher sein sollen, die ich geschrieben habe, liegt an der Auswahl der Themen und der stringenten Umsetzung der Schöpferkraft. Ihre Wirkung ist lediglich durchgeleitet.
Ein Buch der Zauberei ist quasi das Portal zur eigenen Kraft.
Frohes Schaffen!
Dokumentation
Wenig kann so eindeutig von mir geklärt werden wie das Prinzip von Kraftschluss und Lösung. Meine Bestimmung ist, dass ich ein Buch schreiben möchte, das vom Schulabschluss eines Abiturienten zum Studium des Maschinenbaus überleitet. Ich möchte den Zwischenraum füllen.
Es wird ein großer Sprung sein, wenn man nach der Schule an die Universität wechselt.
Mir selbst ist es leichtgefallen, da ich bereits eine praktische Ausbildung als Werkzeugmechaniker absolviert habe. Aber nach dem vorzeitigen Abbruch des Studiums in diesem Fachbereich habe ich beschlossen, dass ich einmal ein solches Buch schreiben werde. Darauf habe ich mich in den letzten Jahren vorbereitet. Viel Material habe ich gesammelt, über vieles habe ich nachgedacht.
Das Prinzip von Kraftschluss und Lösung wird nun eines sein, das ich am Beispiel einer Kraftwirkung am Menschen beschreiben möchte.
Kräfte wirken immerzu an uns. Allein der Umstand, dass wir uns gegen die Gewichtskraft stemmen müssen, um gerade laufen zu können, zeugt davon. Zusätzlich zu dieser lotweise vorkommenden Form einer Kraft, die idealerweise in der Mitte von uns anzunehmen sein wird, werden weitere Kräfte auf uns einwirken. Sobald wir uns bewegen, halten oder irgendwie an etwas Gegenständlichem arbeiten, ist dies der Fall.
Nun will ich vorschlagen, dass wir einmal innehalten. Dies dient der Feststellung der an uns wirksamen Kräfte. Sie können vereinzelt betrachtet werden. Das bedeutet, dass wir uns eine einzige Kraft auswählen, die wir in unser Blickfeld rücken. Was kennzeichnet eine solche Kraft?
Neben der Kraftwirkung soll da eine Wirkungslinie angenommen werden. Die Kraftwirkung teilt sich wiederum in eine Stärke und eine Richtung auf. Die Wirkungslinie nimmt man an. Sie ist frei verschiebbar, hat aber eine Richtung im Raum. Die noch fehlende dritte Komponente wird der Punkt oder die Fläche sein, die durch die Kraft mit ihrer Wirkung beaufschlagt ist.
Ich selbst bestehe in dieser Situation, solange ich die Kraftwirkung wegstecken kann. Sie darf mich beaufschlagen, aber sie darf mich nicht aus der Bahn werfen oder mich verletzen.
Ich kann also einen ausreichenden Widerstand gegen sie aufbringen, ohne in Schwierigkeiten zu kommen. In dieser Situation bin ich einer Kraft überlegen. Ich kann sie also beherrschen.
Da ich die äußere Einwirkung einer Kraft als konstant annehme, muss ich mich lediglich etwas steigern, um sie zu überwinden. Doch hier steckt der Teufel im Detail. Manche Kraft wirkt auf schlüssige Weise. Egal wie sehr ich mich gegen sie widersetze, sie wächst im gleichen Umfang an.
Hier kann man einen praktischen Kniff anwenden. Er wendet das Wissen an, das wir über die Wirkungslinie der Kraft haben. Anstatt gegen eine Kraft zu wirken, lösen wir den eigenen Anteil des Widerstands und lassen uns kontrolliert schwächer werden. Dadurch bewegt sich der Körper, der seine Kraft zur Einwirkung bei uns bringt, weil sein Kraftschluss kollabiert.
Jetzt kommt der Clou! - Wir bewegen diesen fremden Körper in der dafür geeigneten Weise aus seiner Position. Die dabei zum Einsatz kommenden Kräfte rühren aktiv von uns her. Sie sollten diesen Körper verschieben. Damit verliert im Idealfall der Kraftschluss seine Verbindung zur Umgebung. Wir können den Gegner bezwingen, weil seine Kraft überwunden werden kann.
So haben wir durch die Schwächung unseres Widerstands den Gegner in eine andere Position bringen können und letztendlich überwunden, weil sein Kraftschluss kollabiert ist.
Auf diese Weise ringe ich mit meinem Gegner. So kann ich ihn bezwingen.